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Gelder, Darlehen und Grundstücke: Was zählt alles zum Eigenkapital?

susanne-knofe Baufin-Experte

Susanne Knofe

|

Expertin für Baufinanzierung

|

Stand: 15. Juli 2022

Das Wichtigste in Kürze

    • Zum liquiden Eigenkapital zählen Gelder auf Giro-, Tages- und Festgeldkonten, Sparbücher, Bargeld, Wertpapiere, Fördermittel sowie Privat- und Arbeitgeberdarlehen.
    • Zum Eigenkapital, das als Sicherheit dient, gehören abbezahlte Immobilien und Grundstücke, Wertgegenstände, Lebensversicherungen und Riester-Vermögen.
    • Eigenleistungen lassen sich mit bis zu 15 Prozent der Darlehenssumme als Eigenkapital anrechnen.
    • Ein Bausparvertrag zählt zum Eigenkapital, wenn er zum Zeitpunkt des Immobilienkaufs zuteilungsreif ist.
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Wer eine Immobilie kaufen oder bauen möchte, sollte Eigenkapital vorweisen können. Denn die meisten Banken setzen voraus, dass die Kreditnehmer 20 bis 30 Prozent eigene Geldmittel einbringen – und mindestens so viel, dass sie die Kaufnebenkosten selbst decken. Um von besonders günstigen Konditionen profitieren zu können, empfehlen wir 40 Prozent Eigenkapital. Doch wie lässt sich das realisieren und was zählt alles zum Eigenkapital?

Eigenkapital, das als Geld vorhanden ist

  • Bargeld

  • Geld auf Giro-, Tages- und Festgeldkonten

  • Sparbücher

  • Wertpapiere wie Fonds und Aktien

  • Private Kredite von Freunden und Familie

  • Arbeitgeberdarlehen

  • Fördermittel wie KfW-Förderungen

Hierbei handelt es sich um liquides Eigenkapital. Also Geldmittel, die für den Bau oder Kauf der Immobilie aufgewendet werden können.

Eigenkapital, das als Sicherheit dient

  • Schuldenfreie Immobilien und Grundstücke

  • Lebensversicherungen

  • Wertgegenstände wie Edelmetalle und Münzen

  • Angespartes Vermögen in Riester-Verträgen

Ein abbezahltes Grundstück, auf dem die Immobilie errichtet werden soll, zählt zum Eigenkapital. Eine schuldenfreie Immobilie dient der Bank als Sicherheit und erhöht die Kreditwürdigkeit. Dadurch kann der Kreditgeber bessere Konditionen anbieten.

Damit ein Grundstück zum Eigenkapital zählt, muss es sich im Besitz des Kreditnehmers befinden, schuldenfrei sein und darf nicht als Sicherheit für einen anderen Kredit dienen.

Eigenleistung als Eigenkapital: Die Muskelhypothek

Legen die Bauherren bei ihrem Eigenheim selbst Hand an, lässt sich ihre Eigenleistung dem Eigenkapital anrechnen. Bis zu 15 Prozent der Darlehenssumme werden von Banken als Eigenleistung akzeptiert. Um diese Summe zu erreichen, müssen die Kreditnehmer aber viele Arbeiten in Eigenregie erledigen. Realistischer ist ein Wert zwischen fünf und zehn Prozent.

 

Bei der sogenannten Muskelhypothek erkennen die Banken lediglich die eingesparten Lohnkosten für Handwerker an. Nicht berücksichtigt werden Ausgaben für Materialien und Werkzeuge.

Wann zählt der Bausparvertrag zum Eigenkapital?

Ein Bausparvertrag wird nur als Eigenkapital anerkannt, wenn er zum Zeitpunkt des Immobilienerwerbs zuteilungsreif ist. Zur Zuteilung kommt ein Bausparer nach etwa sieben bis zehn Jahren, wenn die Sparer ein Mindestansparguthaben erreicht haben. Dieses beträgt meist 40 Prozent der Bausparsumme. Zusätzlich müssen weitere Kriterien erfüllt werden, unter anderem muss die Bewertungszahl hoch genug sein. Die Bewertungszahl ergibt sich aus der Sparhöhe und der Spardauer. Da die Bausparkassen nur eine bestimmte Summe im Jahr auszahlen können, soll so sichergestellt werden, dass die Auszahlung innerhalb des Bausparkollektivs fair aufgeteilt wird.

 

Die Kreditnehmer können selbst entscheiden, ob sie die gesamte Bausparsumme als Eigenkapital nutzen oder einen Teil davon. Wird der Bausparer erst zu einem späteren Zeitpunkt zuteilungsreif, lässt sich dieser Zeitraum mit einer Zwischenfinanzierung überbrücken.

Die Riester-Rente für die Baufinanzierung

Auch das angesparte Kapital einer Riester-Rente kann für den Immobilienkauf genutzt werden. Die Sparer können ihr Guthaben komplett oder anteilig entnehmen und für ihre Baufinanzierung einsetzen. Sie müssen aber beachten, dass sie dadurch nur eine geringe oder keine Rente mehr erhalten. Ist die Leistung aus der Riester-Rente für die Altersvorsorge elementar, kann es ratsamer sein, den Vertrag weiter zu besparen und nicht für das Eigenheim einzusetzen.

 

Ob Sie die Riester-Rente als Eigenkapital nutzen sollten oder nicht, muss individuell und situationsabhängig entschieden werden. Unsere Experten helfen Ihnen dabei. Wir prüfen, wie viel Eigenkapital bei Ihnen vorhanden ist und wie Sie Ihre Eigenkapitalquote beim Hausbau oder Hauskauf erhöhen können. Nutzen Sie hier unser Kontaktformular und vereinbaren Sie einen Termin mit uns.

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Susanne Knofe

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Stand: 15. Juli 2022

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