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Wie kalkuliert man die Baukosten beim Hausbau?

susanne-knofe Baufin-Experte

Susanne Knofe

|

Expertin für Baufinanzierung

|

Stand: 24. April 2024

Das Wichtigste in Kürze

    • Zu den Baukosten gehören alle Aufwendungen, die für einen Hausbau anfallen
    • Das sind der Grundstückserwerb, Erschließung, technische Anlagen, Roh- und Innenausbau, Außenanlage und die Baunebenkosten
    • Die exakte Höhe der Kosten ist von der Grundstücks- und Immobiliengröße, der Region, der Bauart, Ausstattung und der möglichen Eigenleistung abhängig
    • Wer selbst einige Arbeiten in die Hand nimmt, kann nicht nur die Baukosten, sondern auch die Bauzinsen senken
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Das Eigenheim gehört zu den größten Investitionen im Leben. Daher ist es umso wichtiger, die damit verbundenen Kosten möglichst genau und realistisch zu kalkulieren. So verschaffen Sie sich einen ersten Überblick, wie teuer Ihr Hausbau wird und welches Budget notwendig ist. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Baukosten beim Bau Ihres Hauses richtig kalkulieren.

Was sind die Baukosten beim Hausbau?

Die Bezeichnung „Baukosten“ umfasst alle Kosten, die bei einem Hausbau anfallen. Welche das im Detail sind, ist vom jeweiligen Bauprojekt und den erforderlichen Maßnahmen abhängig. Zu den Baukosten gehören die Aufwendungen für:

  • Errichten des Gebäudes

  • Baunebenkosten

  • Erschließung des Baugrundstücks

  • Innenausstattung

  • Technische Anlagen

  • Außenanlage

Baukosten beim Hausbau sind immer individuell!
Wie viel ein Haus am Ende kostet, ist von verschiedenen individuellen Faktoren abhängig. Nicht nur die Größe des Grundstücks sowie die Wohnfläche spielen eine Rolle, auch Ausstattung und Bauart sind entscheidend. Selbst die Region hat Auswirkungen: So sind neben den Preisen für Grundstücke auch die Kosten für Material und Handwerker in einigen Regionen Deutschlands teurer als in anderen.

Entscheidend ist also, dass es sich bei den nachfolgenden Zahlen um Richtwerte handelt, die zur Orientierung herangezogen werden können. Wie hoch die Baukosten für den Bau Ihres Hauses schlussendlich sind, kann Ihnen nur eine detaillierte und bedarfsgerechte Bauplanung verraten.

Baugrundstück und Erschließung des Baugrundstücks

Hinzu kommen die Erschließungskosten für das Baugrundstück. Diese sind von verschiedenen Faktoren, mitunter von der Größe des Grundstücks abhängig. Pauschal können Bauherren mit 15 bis 40 Euro pro Quadratmeter rechnen. Im Durchschnitt liegen diese Kosten zwischen 11.000 und 18.000 Euro und können sich wie folgt zusammensetzen:

  • Anschluss Wasser: 2.000 bis 5.000 Euro

  • Anschluss Kanalisation: 2.000 bis 5.000 Euro

  • Anschluss Stromnetz: 2.000 bis 3.000 Euro

  • Anschluss Gas: 2.000 bis 3.000 Euro

  • Anschluss Telekommunikation: bis 2.000 Euro

Errichten des Hauses

Die Kosten für den Rohbau sind sehr individuell und von den Wünschen, der Größe und der Qualität abhängig. Im Schnitt zahlen Bauherren etwa 500 Euro pro Quadratmeter für einen normalen Standard. Das entspricht 100.000 Euro für ein 200 Quadratmeter großes Einfamilienhaus. Zu diesen Kosten gehören das Fundament, das Stellen der Außenwände, Einbau von Dachstuhl, Treppen, Innenwänden etc. Besondere Anforderungen und Wünsche verteuern das Bauprojekt.

Hinweis: Der Bau eines Kellers erhöht die Kosten merklich. Im Vergleich zur reinen Fundamentplatte kostet der Kellerbau rund 180 bis 450 Euro pro Quadratmeter mehr. Am günstigsten ist ein Fertigkeller, der ab 200 Euro je Quadratmeter erhältlich sein kann.

Innenausbau und technische Anlagen

Nach dem Rohbau erfolgt der Innenausbau. Hierfür werden wieder zwischen 400 und 800 Euro pro Quadratmeter fällig, abhängig von den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen. Zum Innenausbau gehören folgende Aufwendungen:

  • Installation der Haustechnik (Heizung, Sanitär, Elektronik)

  • Einbau von Türen, Fenstern, sanitären Anlagen etc.

  • Bearbeitung von Böden und Wänden (Tapezieren, Malern, Bodenbelag etc.)

So summieren sich die Baukosten beim Hausbau für ein 200 Quadratmeter-Haus auf 80.000 bis 160.000 Euro für den Innenausbau und die technischen Anlagen. Sie sind allerdings stark abhängig von den individuellen Anforderungen. Der Innenausbau hat zudem viel Sparpotenzial (günstigerer Bodenbelag, mehr Eigenleistung usw.).

Außenanlage

Ein weiterer erheblicher Faktor bei den Baukosten für den Hausbau ist die Außenanlage. Hier ist die Preisspanne ebenfalls sehr hoch und abhängig von den Wünschen, den verwendeten Materialien, der Größe des Grundstücks etc. Häufig liegen die Kosten bei fünf bis 15 Prozent der Gesamtkosten.

So kostet eine Garage bspw. bis zu 20.000 Euro und die Rasenfläche schlägt mit 10 bis 25 Euro pro Quadratmeter zu buche. Für die Terrasse müssen Bauherren zwischen 50 und 250 Euro je Quadratmeter rechnen, je nach Aufwand und Material. Bei der Bepflanzung gilt: Umso größer die Pflanzen beim Kauf bereits sind, desto teurer. Wer in den ersten Jahren auf einen hohen Sichtschutz verzichtet und sich mit niedrigeren Hecken und Sträuchern zufriedengibt, kann bei der Außenanlage sparen.

Baunebenkosten

Unter die Baunebenkosten fallen alle Kosten, die nicht direkt in die Immobilie bzw. deren Ausbau und die Außenanlage fließen. Etliche davon fallen bereits vor dem eigentlichen Bauprozess des Hauses an. Zu den Nebenkosten gehören:

  • Maklerkosten (bis 7,14 Prozent des Grundstückspreises)

  • Notar und Grundbuch (1,5 bis 2,0 Prozent des Kaufpreises)

  • Grunderwerbssteuer (3,5 bis 6,5 Prozent des Kaufpreises)

  • Baugenehmigung (0,2 bis 0,7 Prozent der Baukosten) und Bauantrag (bis 0,5 Prozent der Baukosten)

  • Bodengutachten (ab fünf Euro pro Quadratmeter)

  • Erschließungskosten

  • Erdarbeiten (5.000 bis 20.000 Euro)

  • Versicherungen

  • ggf. Abrissarbeiten

Die Baunebenkosten machen etwa 15 Prozent der gesamten Baukosten aus.

Tipp: Für eine günstige Baufinanzierung sollten Sie mindestens die Baunebenkosten aus eigenen finanziellen Mitteln stemmen können. Muss die Bank diese Kosten mittragen, wird sich Ihr Darlehen erheblich verteuern

Zusammenfassung der Baukosten beim Hausbau

Position

Beschreibung

Durchschnittliche Kosten

Baugrundstück

Grundstückskauf

ca. 15 Prozent der Gesamtkosten

Erschließung des Baugrundstücks

Erschließung an Strom, Wasser, Telekommunikation etc.

15 bis 40 Euro pro Quadratmeter

Rohbau

Fundament, Außenwände, Dachstuhl etc.

ca. 500 Euro je Quadratmeter für Standardausführung ohne Keller

Innenausbau

Bearbeiten von Wänden und Böden, Fenster, Türen, Haustechnik, Sanitäranlagen usw.

400 bis 800 Euro pro Quadratmeter

Außenanlage

Zufahrts- und Gehwege, Terrasse, Carport, Garage, Rasen etc.

5 bis 15 Prozent der Gesamtkosten

Baunebenkosten

Makler, Grundbucheintrag und Notar, Grunderwerbssteuer, Erdarbeiten, Baugenehmigungen usw.

ca. 15 Prozent der Gesamtkosten

Sparpotenzial Eigenleistung: Die Baukosten beim Hausbau senken

Um die Baukosten beim Hausbau zu senken, haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Neben der Reduzierung der Wohnfläche, einer einfachen Bauart, Verzicht auf eine Unterkellerung oder einer Standardausführung beim Innenausbau wirken sich vor allem Eigenleistungen auf die Gesamtkosten aus.
Folgende Arbeiten können je nach handwerklichem Geschick mit eigener Muskelkraft ausgeführt werden:

  • Maler- und Tapezierarbeiten

  • Das Verlegen von einfachen Böden (Teppich, PVC, Laminat, Vinyl)

  • Anlegen von Garten und Wegen, Bepflanzung

Auch Trockenbau, Dachausbau sowie Maurerarbeiten und einige Gartenbauarbeiten (Terrassen, Carport etc.) können selbst erledigt werden. Hierfür sollten Sie aber über ausreichende Fachkenntnisse verfügen! Kommt es zu Problemen oder Bauverzögerungen, sind Ersparnisse ggf. schnell dahin, wenn der Profi nachbessern muss oder sich das Bauprojekt verzögert.

Eigenleistung senkt nicht nur die Baukosten, sondern auch die Zinsen.
Die eigene Arbeitsleistung kann die Baukosten beim Bau des Hauses um rund fünf bis zehn Prozent senken. Wer fachmännisches Wissen einbringt, reduziert die Kosten zusätzlich.

Außerdem wird Eigenleistung von den Banken als Eigenkapital angerechnet und dieses wiederum sorgt für bessere Konditionen. In den meisten Fällen akzeptieren die Kreditgeber die eigene Arbeitskraft als Eigenkapitalersatz mit bis zu fünf Prozent der Gesamtkosten. Das entspricht bei einem Gesamtbedarf von 300.000 Euro rund 15.000 Euro Eigenkapitalersatz durch die sogenannte Muskelhypothek.

Unsere Baufin-Experten beraten Sie gerne und ermitteln für Sie, wie viel Ihre Arbeitskraft wert ist. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin; wir helfen Ihnen dabei, den Traum vom Eigenheim zu realisieren.

susanne-knofe Baufin-Experte

Susanne Knofe

|

Stand: 24. April 2024

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