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Ende der Sollzinsbindung - Was nun?

susanne-knofe Baufin-Experte

Susanne Knofe

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Expertin für Baufinanzierung

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Stand: 18. Februar 2026

Das Wichtigste in Kürze

    • Die Zinsen für ein Darlehen werden auf fünf, acht, zehn, 15 oder bis zu 30 Jahre festgeschrieben.
    • Während dieses Zeitraums zahlen die Kreditnehmer ihre Baufinanzierung zu den vereinbarten Konditionen ab – diese dürfen nicht angepasst werden.
    • Am Ende der Zinsfestschreibung bleibt häufig eine Restschuld, die von den Kreditnehmern weiter getilgt werden muss. Dafür schließen sie eine Anschlussfinanzierung ab.
    • Es besteht die Möglichkeit, bei der Hausbank weiter zu finanzieren (Prolongation) oder den Anbieter zu wechseln (Umschuldung).
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Wenn die Sollzinsbindung endet, stehen viele Immobilienbesitzer vor einer wichtigen Entscheidung. Denn in den meisten Fällen ist das Darlehen zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig getilgt. Es bleibt eine Restschuld, für die eine Anschlussfinanzierung notwendig wird.

Doch welche Möglichkeiten haben Sie, wenn die Sollzinsbindung endet? Und wann sollten Sie aktiv werden?

Was bedeutet Sollzinsbindung genau?

Die Sollzinsbindung beschreibt den Zeitraum, in dem der Zinssatz Ihrer Baufinanzierung festgeschrieben ist. Während dieser Phase darf die Bank den vereinbarten Zinssatz nicht verändern – selbst wenn das allgemeine Zinsniveau deutlich steigt.

Bei Abschluss des Darlehens legen Sie fest, wie lange die Zinsen gesichert sein sollen. Möglich sind kurze Laufzeiten von fünf oder acht Jahren, aber auch lange Zinsbindungen von bis zu 30 Jahren.

Eine lange Zinsbindung bietet Planungssicherheit. Eine kurze Zinsbindung ist häufig günstiger, birgt aber das Risiko steigender Zinsen bei der Anschlussfinanzierung.

Sollzinsbindung endet – Was passiert mit der Restschuld?

Wenn die Sollzinsbindung endet, ist der Kredit in der Regel noch nicht vollständig zurückgezahlt. Es verbleibt eine Restschuld.

Diese Restschuld muss weiter finanziert werden. Dafür benötigen Sie eine sogenannte Anschlussfinanzierung. Dabei handelt es sich um ein neues Darlehen, das die verbleibende Kreditsumme ablöst.

Die Konditionen der Anschlussfinanzierung richten sich nach dem dann aktuellen Zinsniveau. Das bedeutet:

  • Sind die Zinsen gestiegen, verteuert sich Ihre Baufinanzierung
  • Sind die Zinsen gesunken, profitieren Sie von günstigeren Konditionen

Wichtig: Bei steigenden Zinsen wird bei gleichbleibender Rate weniger getilgt. Bei niedrigeren Zinsen steigt der Tilgungsanteil.

Anschlussfinanzierung: Ihre Optionen wenn die Sollzinsbindung endet

Wenn Ihre Sollzinsbindung endet, stehen Ihnen drei Möglichkeiten zur Verfügung:

Prolongation

Die Prolongation ist die einfachste Lösung. Sie bleiben bei Ihrer bisherigen Bank und vereinbaren neue Konditionen für die Restschuld.

Vorteil:
Der Ablauf ist unkompliziert, da keine neue Grundschuld eingetragen werden muss.

Nachteil:
Hausbanken bieten nicht automatisch die besten Zinsen an. Ohne Vergleich verzichten viele Kreditnehmer auf erhebliches Sparpotenzial.

Deshalb empfehlen wir, frühzeitig ein Angebot Ihrer Bank einzuholen und dieses mit anderen Anbietern zu vergleichen.

Hinweis: Sie benötigen wahrscheinlich weitere Sicherheiten und eine ausgezeichnete Bonität

Umschuldung – Anbieterwechsel mit Zinsvorteil

Bei einer Umschuldung wechseln Sie die Bank. Das neue Kreditinstitut übernimmt Ihre Restschuld und löst das bisherige Darlehen ab.

Vorteile:

  • Sie können über 450 Banken vergleichen
  • Sie sichern sich die besten verfügbaren Konditionen
  • Sie erhöhen Ihre Verhandlungsmacht gegenüber der Hausbank

Zu beachten sind Kosten für Notar und Grundbuch. Diese lassen sich jedoch häufig durch bessere Zinsen kompensieren.

Idealer Zeitpunkt: Beginnen Sie etwa 12 Monate, bevor die Sollzinsbindung endet, mit dem Vergleich.

Forward Darlehen – Zinsen frühzeitig sichern

Ein Forward-Darlehen ermöglicht es, sich bereits bis zu 36 Monate, teilweise sogar bis zu fünf Jahre vor Ablauf der Sollzinsbindung neue Zinsen zu sichern.

Das lohnt sich besonders, wenn:

  • die Zinsen aktuell niedrig sind
  • ein deutlicher Zinsanstieg erwartet wird

Allerdings verlangen Banken für die lange Vorlaufzeit einen Zinsaufschlag. Je länger der Zeitraum bis zum Beginn der neuen Finanzierung, desto höher der Aufschlag.

Zudem besteht eine Abnahmepflicht. Sollten die Zinsen wider Erwarten fallen, müssen Sie das vereinbarte Darlehen trotzdem in Anspruch nehmen.

Ein Forward-Darlehen sollte daher strategisch geprüft werden.

Wann sollten Sie aktiv werden, wenn die Sollzinsbindung endet?

Viele Kreditnehmer reagieren zu spät. Dabei lässt sich durch rechtzeitige Planung viel Geld sparen.

Unsere Empfehlung:

  • Drei Jahre vor Ablauf prüfen, ob ein Forward-Darlehen sinnvoll ist
  • Zwölf Monate vor Ende konkrete Angebote einholen
  • Hausbankangebot nicht ungeprüft annehmen
  • Marktvergleich durchführen

Je höher die Restschuld, desto größer ist das Einsparpotenzial durch bessere Konditionen.

Sollzinsbindung endet – Jetzt richtig entscheiden

Wenn Ihre Sollzinsbindung endet, entscheidet sich, wie teuer Ihre Immobilie langfristig wird.

Steigen die Zinsen deutlich, kann sich die monatliche Belastung erhöhen oder die Laufzeit verlängern. Sinken die Zinsen, profitieren Sie von einer günstigeren Anschlussfinanzierung.

In jedem Fall lohnt sich ein unabhängiger Vergleich verschiedener Anbieter.

Wir prüfen für Sie:

  • Wie hoch Ihre Restschuld ist
  • Welche Zinsoptionen aktuell möglich sind
  • Ob Prolongation oder Umschuldung günstiger ist
  • Ob ein Forward-Darlehen sinnvoll erscheint

So stellen Sie sicher, dass Ihre Anschlussfinanzierung optimal zu Ihrer finanziellen Situation passt.

Fordern Sie jetzt eine unverbindliche Beratung an und sichern Sie sich die besten Konditionen für die Zeit nach dem Ende Ihrer Sollzinsbindung.

susanne-knofe Baufin-Experte

Susanne Knofe

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Stand: 18. Februar 2026

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