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Die Zinswende und ihre Auswirkungen auf die Baufinanzierung

susanne-knofe Baufin-Experte

Susanne Knofe

|

Expertin für Baufinanzierung

|

Stand: 10. Juni 2022

Das Wichtigste in Kürze

    • Die Bauzinsen steigen aufgrund der Pandemie, dem Ukraine-Krieg und der Inflation.
    • Es ist davon auszugehen, dass die Europäische Zentralbank Mitte des Jahres den Leitzins infolge der Inflation erhöhen wird – damit steigen die Zinsen erneut.
    • Derzeit liegen die Bauzinsen bei 2,7 bis 3,5 Prozent. Noch vor einem Jahr war eine Baufinanzierung mit unter einem Prozent Sollzins möglich.
    • Zukünftige Eigenheimbesitzer sollten ihr Bau- oder Kaufvorhaben jetzt vorantreiben und sich die aktuell noch guten Zinsen sichern.
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Die Inflation ist hoch, die Preise für Immobilien, Grundstücke und Baumaterial werden teurer. Und zum Leidwesen der Verbraucher steigen jetzt auch noch die Zinsen bei der Immobilienfinanzierung. Ist dies das Ende günstiger Baukredite und welche Auswirkungen hat die Zinswende auf die Baufinanzierung?

Die Zinswende bei der Baufinanzierung

In den letzten Jahren wurden Baukredite immer günstiger beworben. So waren Anfang 2021 noch Finanzierungen zwischen ein und zwei Prozent möglich, in einigen Fällen sogar mit weniger als einem Prozent Sollzins. Experten haben lange vorhergesagt, dass die Bauzinsen steigen werden. Nun ist ihre Prognose zur Zinsentwicklung eingetreten, doch viel schneller und höher als erwartet. Die Pandemie, der Ukraine-Krieg und die Inflation zeigen ihre Auswirkungen.

 

Wesentlich für die steigenden Bauzinsen verantwortlich ist die Inflation. In den USA liegt sie bei acht Prozent, in Deutschland bei sieben Prozent. Um dagegen anzugehen, wird der Leitzins erhöht. Bei der US-Notenbank Fed ist dies bereits geschehen und die Zinswende ist in Gange. Bei der Europäischen Zentralbank ist dieser Schritt Mitte des Jahres, spätestens im Juli zu erwarten.

Erhöht die EZB den Leitzins, bedeutet dies, dass sich Banken zu teureren Konditionen Geld bei der Zentralbank leihen. Und das wiederum geben die Institute an ihre Kunden weiter. Die Folge sind höhere Zinsen und weniger Kreditvergaben.

Die Zinsen bei den Banken sind bereits gestiegen – noch bevor die EZB ihren Leitzins angehoben hat. Dies liegt daran, dass sich Bauzinsen weniger nach dem Leitzinssatz richten, sondern vielmehr vom Stand auf den Kapitalmärkten und der zu erwarteten Inflation abhängen. So kam es, dass die Konditionen mit einer 15-jährigen Zinsbindung bereits im Mai bei etwa 2,8 Prozent lagen – Prognose steigend.

Beispiel: Die Auswirkungen der Zinswende auf die Baufinanzierung

Banken vergeben weniger Kredite und passen ihre Bauzinsen an die Entwicklung an. Für viele Verbraucher, die eine Baufinanzierung abschließen möchten, bedeutet das einen höheren Zinsaufwand von einigen Tausend Euro. Dadurch kann die Rate um mehrere Hundert Euro im Monat teurer ausfallen. Dieses Beispiel führt auf, wie sich ein höherer Zinssatz von zwei Prozent auf eine Baufinanzierung über 300.000 Euro auswirkt:

Beispiel 1

Beispiel 2

Sollzins

1,4 Prozent

3,4 Prozent

Monatliche Rate

1.100,00 Euro

1.600,00 Euro

Erbrachte Tilgungsleistung

150.124,55 Euro

175.788,68 Euro

Erbrachte Zinsleistung

47.875,45 Euro

112.211,32 Euro

Restschuld nach 15 Jahren

149.875,45 Euro

124.211,32 Euro

Rechnerische Gesamtlaufzeit

22 Jahre, 7 Monate

21 Jahre, 1 Monat

Dieses Beispiel verdeutlicht, welche Auswirkungen die Zinswende auf die Baufinanzierung hat. Der Kreditnehmer muss monatlich 500 Euro mehr aufwenden, um sein Darlehen in etwa demselben Zeitraum zurückzubezahlen. In 15 Jahren zahlt er rund 64.000 Euro mehr Zinsen für seinen Immobilienkredit. 

Könnte sich die Zinswende noch zum Positiven entwickeln?

Damit sich die Zinswende zum Positiven entwickelt und steigende Bauzinsen ausbleiben, müsste die Inflationsrate stark zurückgehen und sich dem Ziel der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent nähern. Bei einer derzeitigen Inflation von sieben Prozent und der voraussichtlichen wirtschaftlichen Entwicklung ist davon aber nicht auszugehen. Experten raten dazu, sich darauf einzustellen, dass die Zinswende der EZB dieses Jahr stattfinden wird.

Wie kann ich jetzt auf die Zinswende reagieren?

Die Auswirkungen der Zinswende bei der Baufinanzierung sind leicht zusammengefasst: Das Eigenheim wird teurer, die Rate kann um einige Hundert Euro höher ausfallen. Bauherren sollten sich jetzt noch die vergleichsweise niedrigen Zinsen sichern. Entweder, indem sie ihren Traum vom Eigenheim vorantreiben und baldmöglichst mit dem Bau der Immobilie oder dem Kauf starten. Oder indem sie ein Forward-Darlehen abschließen. Damit können sie sich einen Folgekredit Jahre im Voraus sichern. Dabei gelten die derzeit gültigen Zinsen. Allerdings verlangen die Banken für das Vorab-Darlehen einen Zinsaufschlag, daher muss diese Variante gut durchgerechnet werden.

Auch wenn der Sollzins gestiegen ist, ist er im Vergleich zu einer Baufinanzierung vor 15,20 und mehr Jahren noch immer günstig.

 

Als Baufinanzierungsexperten unterstützen wir Sie dabei, Ihren Traum vom Eigenheim trotz Zinswende zu realisieren. Lassen Sie sich jetzt von unseren Spezialisten beraten oder fordern Sie gleich Ihr unverbindliches Finanzierungsangebot aus über 450 Partnerbanken an. Vereinbaren Sie hier einen Termin mit uns.

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Susanne Knofe

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Stand: 10. Juni 2022

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