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Eigenkapital der Baufinanzierung reicht nicht - Was nun?

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Susanne Knofe

|

Expertin für Baufinanzierung

|

Stand: 29.11.21

Das Wichtigste in Kürze

  • Eigenkapital ist eine Grundvoraussetzung bei der Immobilienfinanzierung. Experten empfehlen, rund 20 Prozent der Kosten mit eigenen finanziellen Mitteln zu decken.
  • Zum Eigenkapital gehören Gelder auf Giro-, Tages- und Festgeldkonten sowie Sparbüchern. Außerdem Vermögenswerte, Bausparverträge und Eigenleistungen.
  • Wenn das Eigenkapital der Baufinanzierung nicht reicht, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Familie, Freunde und sogar der Arbeitgeber können mit einem Darlehen aushelfen.
  • Einige Banken bieten eine Finanzierung ohne Eigenkapital. Diese ist jedoch mit hohen Zinsen und strengen Annahmerichtlinien verbunden.
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Das Eigenkapital bei der Baufinanzierung

Den Traum von den eigenen Vier Wänden hegen viele Menschen. Und diesen können sie sich mit einer Bau- oder Immobilienfinanzierung verwirklichen. Dafür müssen sie jedoch Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört eine gute Kreditwürdigkeit, die nötigen finanziellen Mittel, um die monatliche Rate aufbringen zu können und Eigenkapital. Letzteres lässt sich jedoch nicht immer leicht realisieren. So sollten rund 20 Prozent der Kosten für ein Haus oder eine Wohnung mit eigenen Geldmitteln gedeckt werden. Da können schnell mehrere Tausend Euro zusammenkommen. Was also, wenn das Eigenkapital der Baufinanzierung nicht reicht?

Eigenkapital stellt eine der wichtigsten Voraussetzungen bei einer Immobilienfinanzierung dar. Denn damit reduziert die Bank ihr Risiko für Zahlungsausfälle. Rund 20 Prozent der Kosten sollten die Kreditnehmer mit eigenen Geldmitteln bezahlen können. Dazu gehören Gelder auf Giro-, Tages- und Festgeldkonten, Sparbüchern und in Bausparverträgen. Auch Vermögenswerte wie abbezahlte Immobilien und Grundstücke sowie Eigenleistungen zählen zum Eigenkapital. Dennoch ist es für viele Menschen schwierig, genügend Geld aufbringen zu können. Für eine 300.000 Euro teure Immobilie sollten sie mindestens 60.000 Euro angespart haben. Das entspricht über einen Zeitraum von zehn Jahren rund 500 Euro im Monat. Eine Summe, die nicht jeder zurücklegen kann.

Hinweis: Es gibt Banken, die nicht konsequent 20 Prozent Eigenkapital voraussetzen. Auch mit weniger finanziellen Mitteln ist es möglich, eine Finanzierung für das Bauvorhaben zu erhalten. Sprechen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin. Wir helfen Ihnen, einen passenden Anbieter zu finden.

Was tun, wenn das Eigenkapital der Baufinanzierung nicht reicht?

Umso teurer die Immobilie, desto mehr Eigenkapital ist bei der Baufinanzierung notwendig. Allerdings boomt der Immobilienmarkt und Objekte werden zu hohen Preisen verkauft. Auch Bauplätze und Baumaterial sind in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Daher kommt es nicht selten vor, dass das Eigenkapital für die Baufinanzierung nicht reicht. Jedoch gibt es verschiedene Möglichkeiten, um sich den Traum vom Eigenheim dennoch zu verwirklichen:

Die Baufinanzierung ohne Eigenkapital

Eine Option stellt das sogenannte 100-Prozent-Darlehen dar. Dabei handelt es sich um eine Form der Baufinanzierung, bei der auf Eigenkapital fast vollständig verzichtet wird. Die Kreditnehmer müssen lediglich die Nebenkosten des Hausbaus/Hauskaufs selbst bezahlen. Diese liegen bei rund 15 bis 20 Prozent des Kauf- oder Baupreises.

 

Einige Banken bieten zudem ein 110-Prozent-Darlehen. Bei dieser Finanzierungsform wird komplett auf Eigenkapital verzichtet. Die Kreditgeber kommen somit auch für die Nebenkosten auf. Für beide Darlehensformen setzen die Banken jedoch strenge Anforderungen voraus. So müssen die Kreditnehmer über eine sehr gute Kreditwürdigkeit verfügen. Dazu gehört ein unbefristetes Arbeitsverhältnis sowie ein hohes Einkommen. Zudem können Sicherheiten wie Bürgschaften vorausgesetzt sein.

Hinweis: Die Finanzierung ohne Eigenkapital ist nicht nur schwer erhältlich. Sie ist auch sehr teuer, da die Banken das hohe Risiko mit hohen Zinsen ausgleichen. Diese Finanzierungsform empfiehlt sich somit nur, wenn die Beschaffung von Eigenkapital keine Option darstellt.

Geld von Freunden und Familien leihen

Freunde und Familienmitglieder sind häufig dazu bereit, Geld für ein Bauvorhaben zur Verfügung zu stellen. Dabei kann es sich um ein vorgezogenes Erbe handeln oder um einen Privatkredit. Denn auch zwischen Privatpersonen dürfen Kreditverträge geschlossen werden. So können diese die fehlenden finanziellen Mittel leihen und erhalten das Kapital inklusive Zinsen zurückbezahlt. Meist verlangen Freunde und Familie nur geringe Zinsen. Außerdem können die Kreditnehmer gegenüber der Geldgeber so ein höheres Eigenkapital vorweisen, was wiederum die Banken mit günstigeren Zinssätzen belohnen.

Hinweis: Um späteren Ärger zu vermeiden, ist es ratsam, den Privatkredit vertraglich zu vereinbaren. Im Vertrag sollten nicht nur Darlehenssumme und Zinssätze stehen, sondern auch der Zeitraum in dem das Geld zurückbezahlt werden soll. Außerdem Regelungen zu verspäteten und ausfallenden Zahlungen.

Ein Arbeitgeberdarlehen

Nicht nur Freunde und Familie, auch viele Arbeitgeber sind zu einem Kredit bereit. Dabei handelt es sich um ein Arbeitgeberdarlehen. Dieses ist wie jeder klassische Kredit mit Zinsen behaftet. Diese sind jedoch meist günstiger als bei einer Bank.

 

Beim Arbeitgeberdarlehen werden die Raten über den monatlichen Lohn abgegolten. Dies gestaltet die Tilgung der Schuld als besonders leicht. Allerdings setzen die meisten Betriebe voraus, dass der Arbeitnehmer bereits viele Jahre im Unternehmen tätig ist. Wer erst neu eingestiegen ist, hat es schwer, einen solchen Kredit zu erhalten.

Höhere Sicherheiten bieten

Rund 20 Prozent Eigenkapital sollten die Kreditnehmer einbringen können. Diese Faustformel bietet eine gute Balance zwischen Eigen- und Fremdkapital. Allerdings ist dieser Wert nicht gesetzlich vorgeschrieben. Es gibt Banken, die sich auch mit weniger finanziellen Mitteln zufriedengeben. In diesem Fall ist es sinnvoll, dem Kreditgeber Sicherheiten zu bieten. Beispielsweise eine Bürgschaft. So lässt sich das höhere Risiko, dass die Bank trägt, ausgleichen.

Mehr Eigenleistung einbringen

Wenn das Eigenkapital bei der Baufinanzierung nicht reicht, stellen mehr Eigenleistungen eine gute Alternative dar. Denn diese zählen zum Eigenkapital hinzu. Wer in der Lage ist, mehr Arbeiten beim Hausbau in Eigenregie durchzuführen, kann damit das fehlende Kapital ausgleichen.

Mietkauf bei bestehenden Immobilien

Ein Mietkauf hat viele Vorteile: Eine Finanzierung ohne Eigenkapital, keine Schufa-Abfrage und zunächst keine Bankschulden. Denn dabei wird eine Immobilie zuerst gemietet und zu einem späteren Zeitpunkt gekauft. Die Bewohner können sogar, je nach Vertrag, zurücktreten, wenn sie das Objekt doch nicht kaufen möchten.

 

Allerdings ist ein Mietkauf mit hohen Kosten verbunden. So wird das Objekt meist deutlich über Wert verkauft. Außerdem lauern in den Verträgen Fallstricken, die es zu prüfen gilt. Aus diesem Grund ist ein Mietkauf nur eingeschränkt zu empfehlen.

Fazit: Sie haben viele Möglichkeiten, wenn das Eigenkapital der Baufinanzierung nicht reicht

Wenn das Eigenkapital der Baufinanzierung nicht reicht, haben Sie viele Optionen. Sie können sich Geld von Freunden, Familie oder dem Arbeitgeber leihen. Verringern Sie den Bedarf durch Sicherheiten wie eine Bürgschaft oder erhöhen Sie das Eigenkapital mit Eigenleistungen. Auch ein Darlehen ohne eigene finanzielle Mittel ist möglich, doch ist es mit hohen Zinssätzen und strengen Annahmerichtlinien verbunden.

 

Als Baufinanzierungsexperten stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir überprüfen für Sie, ob Ihr Eigenkapital für eine zinsgünstige Baufinanzierung ausreicht und helfen Ihnen, alle verfügbaren Geldmittel zu prüfen. Gemeinsam finden wir eine Finanzierung, die rundum zu Ihnen und Ihrem Bedarf passt. Fordern Sie jetzt unverbindlich ein Angebot an.

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