
Susanne Knofe
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Expertin für Baufinanzierung
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Stand: 5. Februar 2026
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Ein Haus oder eine Immobilie zuerst zu mieten und später zu kaufen ist ein interessantes Modell, das auf den ersten Blick viele Vorteile verspricht. Denn es kommt auch für Personen infrage, die sich den Kauf der Immobilie noch nicht leisten können oder zu wenig Eigenkapital für eine klassische Baufinanzierung haben. Doch bringt ein Mietkauf auch viele Fallstricke mit sich. Wir zeigen, wie der Mietkauf funktioniert, welche Vor- und Nachteile er hat und beantworten die wichtigsten Fragen rund um dieses Finanzierungsmodell.
Ein Mietkauf ist ein Immobilienkauf, bei dem der Interessent die Immobilie zunächst mietet, um sie zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen. Den Kaufpreis und den Zeitpunkt des Erwerbs vereinbaren Mieter und Vermieter bereits bei Abschluss des Mietkaufvertrages.
Die monatlichen Mietzahlungen enthalten in der Regel zwei Komponenten: einen klassischen Mietzins und einen Betrag, der auf den späteren Kaufpreis angerechnet wird. Dieser Ansparbetrag wird beim endgültigen Erwerb der Immobilie mit dem Kaufpreis verrechnet.
Beim Mietkauf zahlen die Interessenten also bereits während der Mietzeit einen Teil des Immobilienpreises. Sie können später oft eine geringere Restschuld über eine Baufinanzierung abdecken oder sie komplett über die angerechneten Beträge begleichen.
Einige Modelle sehen keine Restschuld vor, weil die gesamte Kaufsumme durch die Anrechnung der Mietzahlungen beglichen wird. Diese Variante ist allerdings über viele Jahre sehr teuer und selten verbreitet.
Hinweis: Der Mieter wird nach Zahlung der letzten Rate oder des Restbetrages juristischer Eigentümer der Immobilie. Nach Abschluss des Mietkaufvertrages wird er jedoch sofort wirtschaftlicher Eigentümer. Das bedeutet, er muss bereits für die Verwaltungs- und Instandhaltungskosten des Eigenheims aufkommen, auch wenn er sich noch im Mietverhältnis befindet.
Beim Mietkauf verpflichtet sich der Mieter, das Objekt zu einem späteren Zeitpunkt zu erwerben. Dafür entrichtet er bereits während der Mietphase den Ansparbetrag für die Immobilie. Hierbei handelt es sich um eine verbindliche Vereinbarung zwischen Mieter und Vermieter, die notariell beglaubigt wird.
Meist müssen Mieter beim Mietkauf vor der notariellen Beurkundung eine Anzahlung von bis zu 20 Prozent des Kaufpreises leisten. Sind die finanziellen Mittel dafür nicht vorhanden, kann die Anzahlung in Raten über die Miete beglichen werden. Damit steigt aber auch die monatliche Belastung, da sich die Miete dann aus der Anzahlung des Ansparbetrags und des Mietzinses zusammensetzt.
Beim Optionskauf mietet der Interessent die Wohnung oder das Haus. Dabei hat er die Option, die Immobilie zu einem späteren Zeitpunkt zu erwerben. Dafür lässt der Vermieter im Grundbuch ein Optionsrecht eintragen. Dieses sichert dem Mieter das Recht zu, die Immobilie innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu einem festgelegten Betrag zu kaufen. Allerdings ist er nicht dazu verpflichtet.
Ein Ansparbetrag wird nicht fällig. Doch sind die Mieten beim Optionskauf meist höher als ortsübliche Mieten ohne diese Option.
Diese Verträge werden in der Regel mit Genossenschaften und Bauträgern geschlossen.
Der Mietkauf ist ein Nischenprodukt, das von wenigen Anbietern angeboten wird. Doch birgt diese Form der Immobilienfinanzierung erhebliche Vorteile:
Den vielen Vorteilen eines Mietkaufs stehen aber auch erhebliche Nachteile gegenüber, die berücksichtigt werden müssen:
Nicht selten überwiegen die Nachteile eines Mietkaufs. Denn diese Form der Immobilienfinanzierung ist risikoreicher und teurer für die Mieter. Daher ist es wichtig, dass sie umfassend abwägen und alle negativen Aspekte des Mietkaufvertrags berücksichtigen.

Susanne Knofe
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Stand: 5. Februar 2026
3,62 %
Sollzins p.a
2 % anfängliche Tilgung
1.170,84 € monatliche Rate
Das Finanzierungsbeispiel ist für eine Immobilie mit Kaufpreis/Herstellungskosten von 400.000 Euro. Der Beleihungswert ist mit 70 % angenommen.
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