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Wie kann ich meine Bonität aufbessern?

susanne-knofe Baufin-Experte

Susanne Knofe

|

Expertin für Baufinanzierung

|

Stand: 10. März 2022

Das Wichtigste in Kürze

    • Bonität bedeutet Kreditwürdigkeit – bei einer Bonitätsprüfung beurteilen die Banken, ob der Antragsteller finanziell in der Lage ist, das Darlehen zurückzubezahlen.
    • Dabei wird auch die Vertrauenswürdigkeit der potenziellen Kreditnehmer betrachtet und ob sie in der Vergangenheit ihren finanziellen Verpflichtungen nachgekommen sind.
    • Im ersten Schritt ist es wichtig, die Daten bei der Schufa auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Verbraucher haben das Recht, einmal jährlich eine kostenlose Selbstauskunft zu erhalten.
    • Durch die Erhöhung des Dispokredits, das Kündigen von Kreditkarten, einen zweiten Kreditnehmer und die Tilgung von Schulden lässt sich die Bonität aufbessern.
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Wer eine Baufinanzierung abschließen möchte, kommt um eine Bonitätsprüfung nicht herum. Diese ist ein wesentlicher Bestandteil der Kreditvergabe und wichtig für die Banken wie auch für die Kreditnehmer. Denn mit der Überprüfung der Kreditwürdigkeit stellen die Geldgeber sicher, dass der Kunde seine Rate langfristig bedienen kann, wodurch die Institution ihre eigenen Interessen schützt. Gleichermaßen werden Verbraucher aber auch vor finanziellen Problemen und Überschuldung bewahrt. Doch wie lässt sich die Bonität aufbessern, um Banken von der eigenen Kreditwürdigkeit zu überzeugen?

Was ist Bonität genau?

Bonität bedeutet Kreditwürdigkeit. Also die finanziellen Mittel zu besitzen, um ein Darlehen zurückzubezahlen. Banken und Versicherungen führen vor der Vergabe einer Finanzierung eine sogenannte Bonitätsprüfung durch. Dabei berücksichtigen sie sowohl die Schufa wie auch interne Berechnungsverfahren und ziehen die wirtschaftlichen Verhältnisse des potenziellen Kreditnehmers heran. Auf diese Weise können sie ermitteln, ob der Antragsteller kreditwürdig ist – ob alle Faktoren dafürsprechen, dass er das geliehene Geld zurückzahlen wird.

 

Wichtig ist jedoch, dass die Banken nicht nur die derzeitige Situation betrachten. Entscheidend ist auch, wie der Antragsteller in der Vergangenheit seinen finanziellen Verpflichtungen nachgekommen ist. Lief ein Inkassoverfahren gegen ihn und liegen negative Schufa-Einträge vor, kann dies zu Problemen bei der Kreditvergabe führen. Auch dann, wenn der Kunde nach aktuellem Stand finanziell in der Lage ist, die Raten zu bedienen. In diesem Fall gilt er als nicht vertrauenswürdig.

Vornweg: Daten bei der Schufa prüfen

Weniger als 10 Prozent der bei der Schufa gespeicherten Daten weisen Negativmerkmale auf. Und hin und wieder kann es vorkommen, dass diese Merkmale fehlerhaft, unvollständig oder veraltet sind. Daher ist es im ersten Schritt wichtig, eine Auskunft bei der Schufa einzuholen. Verbraucher haben das Recht, einmal im Jahr eine kostenlose Selbstauskunft anzufordern.

 

Sobald die Schufa-Auskunft vorliegt, werden alle Daten auf ihre Richtigkeit überprüft. Fehlerhafte, veraltete oder unvollständige Informationen können gelöscht und korrigiert werden. Denn erledigte Merkmale oder falsche Daten können die Bonität beeinflussen und sogar zur Ablehnung bei der Kreditvergabe führen.

So können Sie Ihre Bonität aufbessern

Neben der Berichtigung von Daten bei der Schufa gibt es weitere Möglichkeiten, die eigene Bonität aufzubessern:

Konten auflösen und Kreditkarten kündigen

Wer zu viele verschiedene Konten und mehrere Kreditkarten besitzt, verschlechtert seine Bonität. Ein Grund dafür ist, dass insbesondere der Besitz mehrerer Kreditkarten dafür sorgen kann, dass die Verbraucher den Überblick über ihre Zahlungen verlieren. Daher lässt sich die Bonität verbessern, indem Konten zusammengelegt und der Kreditkartenbesitz auf ein Minimum reduziert wird.

Hinweis: Festgeld-, Tagesgeld- und Sparkonten haben keinen Einfluss auf die Kreditwürdigkeit. Negativen Einfluss nehmen hingegen Zahlungskonten wie das Girokonto.

Kleinkredite vermeiden

Auch wenn es leicht erscheint, einen Konsumentenkredit im Möbelhaus oder beim Elektrohändler abzuschließen, wer in der Zukunft eine Baufinanzierung erhalten möchte, sollte Kleinkredite vermeiden. Denn jede finanzielle Verbindlichkeit wirkt sich negativ auf die Bonität aus. Besser ist es daher, einen großen Kredit aufzunehmen, mit dem alle anfallenden Anschaffungen getätigt werden.

Schulden abbezahlen

Vor der Beantragung eines Immobilienkredits sollten alle ausstehenden Verbindlichkeiten getilgt werden. Im Optimalfall werden somit kleine Konsumentenkredite abbezahlt, um keine bestehenden Darlehen bei der Bonitätsprüfung angeben zu müssen.

Einkünfte erhöhen

Bei der Prüfung der Kreditwürdigkeit stellt die Bank alle regelmäßigen Einkünfte den Ausgaben gegenüber. Ist die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben zu gering, besteht kein finanzieller Spielraum für die Raten.

 

Problematisch ist, dass viele Kreditgeber mit pauschalen Werten kalkulieren. Sie setzen vordefinierte Summen für bestimmte Bereiche wie Kfz und Lebenshaltung an. Dadurch lassen sich die Ausgaben nur senken, wenn Fixkosten wie Versicherungen oder Kredite entfallen. Ob die Verbraucher jedoch 300 Euro im Monat für Lebensmittel ausgeben statt den vorgegebenen 500 Euro oder nur alle drei Jahre in den Urlaub fahren, wirkt sich hingegen bei den meisten Anbietern nicht auf die Kalkulation aus.

 

Wenn möglich, sollten bei einer knappen Bonität somit die Einnahmen erhöht werden. Gehaltserhöhungen, Überstunden oder die Aufstockung der Arbeitszeit sind Optionen. Auch ein Minijob oder das Vermieten von Eigentum wirken sich positiv auf die Kreditwürdigkeit aus.

Häufiger Wohnortwechsel vermeiden

Wer in einigen Jahren eine Baufinanzierung abschließen möchte, sollte häufiges Umziehen vermeiden. Denn der Schufa-Score wird durch einen ständigen Wechsel des Wohnortes negativ beeinflusst. Hintergrund: Dem Verbraucher wird unterstellt, nicht beständig zu sein.

Übrigens hat sogar der Wohnort Einfluss auf die Bonität. So kann die Wohnung in einem sozialschwachen Viertel die Kreditwürdigkeit einer Person beeinträchtigen.

Rechnungen rechtzeitig bezahlen

Eine vergessene Rechnung und eine darauffolgende Mahnung haben noch keinen negativen Einfluss auf die Bonität. Anders ist es jedoch nach der zweiten Mahnung und einem eingeleiteten Inkassoverfahren. Verbraucher sollten ihre Rechnungen immer pünktlich bezahlen, um keinen Negativeintrag zu riskieren.

Für die Kreditwürdigkeit ist es zudem sinnvoll, Kauf auf Rechnung generell zu vermeiden. Wer sofort bezahlt, steigert seine Bonität.

Dispokredit erhöhen

Umso höher der Dispokredit, desto besser ist der Schufa-Score. Denn bei einem hohen Dispositionskredit auf dem Girokonto schätzt die Bank ihren Kunden als kredit- und vertrauenswürdig ein. Das wirkt sich positiv auf seine Bonität aus.

 

Das ständige Überziehen des Dispokredits hingegen hat negative Auswirkungen. Ein hoher Kreditrahmen ist somit gut, diesen auszunutzen, wiederum negativ für die Baufinanzierung.

Zweiten Kreditnehmer hinzuziehen

Ein zweiter Kreditnehmer im Vertrag erhöht die Chance auf eine Zusage. Denn die Bonität wird durch das weitere Einkommen aufgebessert. Ehepaare und Lebenspartner sollten daher gemeinsam eine Baufinanzierung beantragen.

Verträge kündigen

Ob Zeitungsabonnement oder Streamingdienstleister – jeder bestehende Vertrag stellt eine finanzielle Verpflichtung dar. Und wird bei der Haushaltsprüfung unter den Ausgaben berücksichtigt. Wenn die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben innerhalb des Haushalts bereits knapp ist, kann es sinnvoll sein, bestehende Verträge zu prüfen. Wird der Musikdienstleister tatsächlich genutzt? Kann das Streamingabo möglicherweise aufgelöst werden? Durch das Kündigen bestehender finanzieller Verpflichtungen lässt sich der Rahmen für die Kreditrate erhöhen.

Konditionsanfragen beim Finanzierungsvergleich stellen

Wer eine gute und günstige Baufinanzierung finden möchte, muss verschiedene Anbieter vergleichen. Doch Vorsicht: Verbraucher, die eine Kreditanfrage bei einem Institut stellen, werden an die Schufa gemeldet. Stellen sie nun mehrere Kreditanfragen in kurzer Zeit, hat dies negative Auswirkungen auf ihre Bonität. Um diese aufzubessern, ist es also sinnvoll, eine Konditionsanfrage zu stellen. Dabei wird keine genaue Prüfung durchgeführt, sondern dem Verbraucher lediglich die voraussichtlichen Konditionen für die Baufinanzierung mitgeteilt. Die Kreditanfrage wird erst gestellt, wenn ein oder einige wenige Anbieter in der engen Auswahl sind.

 

Als Baufinanzierungsexperten sind wir Ihnen dabei behilflich. Wir unterstützen Sie nicht nur, Ihre Bonität zu verbessern. Sondern auch dabei, den optimalen Anbieter für Ihr neues Eigenheim zu finden. Vereinbaren Sie jetzt hier einen Termin mit uns.

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Susanne Knofe

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Stand: 10. März 2022

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