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Realkredit: Alles, was Sie wissen müssen 

susanne-knofe Baufin-Experte

Susanne Knofe

|

Expertin für Baufinanzierung

|

Stand: 5. November 2025

Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Realkredit ist ein langfristiges Darlehen, das durch eine Immobilie oder ein Grundstück abgesichert wird
    • Durch die Grundschuld hat die Bank im Falle eines Zahlungsausfalls das Recht, die Immobilie zu verwerten
    • Kreditnehmer profitieren von niedrigen Zinsen, langen Laufzeiten und hoher Planungssicherheit
    • Ein Realkredit eignet sich ideal für den Kauf, Neubau oder die Sanierung einer Immobilie
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Ein Realkredit zählt zu den bekanntesten und sichersten Formen der Immobilienfinanzierung. Er wird durch eine reale Sicherheit – in der Regel eine Immobilie – abgesichert und bietet dadurch günstige Zinssätze und lange Laufzeiten.
Ob für den Kauf, Neubau oder die Sanierung: Der Realkredit ist eine attraktive Möglichkeit, eine Immobilie solide und langfristig zu finanzieren. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie der Realkredit funktioniert, welche Vorteile und Voraussetzungen gelten und wann er sich besonders lohnt.

Was ist ein Realkredit?

Ein Realkredit ist eine der sichersten und am weitesten verbreiteten Formen der Immobilienfinanzierung. Er wird durch einen realen Sachwert – in der Regel eine Immobilie oder ein Grundstück – abgesichert. Dadurch bietet er Kreditnehmern niedrige Zinssätze, lange Laufzeiten und hohe Planungssicherheit.

Ob für den Kauf, den Neubau oder die Sanierung:
Der Realkredit ist eine attraktive Option, um Immobilien solide und langfristig zu finanzieren.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie ein Realkredit funktioniert, welche Voraussetzungen gelten und wann sich diese Finanzierungsform besonders lohnt.

Wie funktioniert ein Realkredit?

Ein Realkredit ist ein langfristiges Darlehen, das durch einen Sachwert (Realgut) besichert wird. In der Regel handelt es sich dabei um die Immobilie selbst, die über eine Grundschuld oder Hypothek als Sicherheit dient.

Das bedeutet:
Wenn der Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, hat die Bank das Recht, die Immobilie zu verwerten – also zu verkaufen oder zwangsversteigern –, um die ausstehende Schuld zu begleichen.

Diese Absicherung reduziert das Risiko für die Bank deutlich.
Deshalb können Kreditinstitute günstigere Zinsen und längere Laufzeiten anbieten als bei unbesicherten Krediten. Die Rückzahlung erfolgt in monatlichen Raten, die sich aus Zins und Tilgung zusammensetzen.

Welche Sicherheiten werden bei einem Realkredit verlangt?

Damit ein Realkredit gewährt wird, muss der Kreditnehmer eine werthaltige Sicherheit stellen. In der Regel handelt es sich dabei um die Immobilie, die mit dem Kredit finanziert wird.

Die Bank lässt diese Immobilie ins Grundbuch eintragen – meist in Form einer Grundschuld oder Hypothek. Diese Eintragung gibt der Bank das Recht, die Immobilie im Fall eines Zahlungsausfalls zu verwerten.

Häufige Sicherheiten bei Realkrediten:

Damit die Sicherheit anerkannt wird, muss sie einen nachhaltigen Verkehrswert besitzen, der den Kreditbetrag abdeckt oder übersteigt.

Welche Vorteile bietet ein Realkredit im Vergleich zu anderen Kreditarten?

Ein Realkredit hat gleich mehrere Vorteile, die ihn besonders attraktiv machen:

Niedrigere Zinssätze

Da die Bank durch die Immobilie abgesichert ist, ist das Risiko geringer – und das wirkt sich direkt auf den Zinssatz aus. Kreditnehmer profitieren von deutlich günstigeren Zinsen im Vergleich zu Konsumentenkrediten oder anderen ungesicherten Finanzierungen.

Lange Laufzeiten

Realkredite werden in der Regel über 10 bis 30 Jahre abgeschlossen. Das sorgt für niedrige Monatsraten und eine entspannte Rückzahlungsplanung.

Hohe Kreditbeträge

Da die Immobilie als Sicherheit dient, lassen sich mit einem Realkredit auch größere Summen finanzieren – ideal für Bauprojekte, Hauskäufe oder umfangreiche Sanierungen.

Planungssicherheit

Feste Zinssätze über viele Jahre hinweg bieten Ihnen eine hohe Kalkulationssicherheit. So wissen Sie genau, welche finanzielle Belastung auf Sie zukommt.

Welche Voraussetzungen muss ich für einen Realkredit erfüllen?

Damit Sie einen Realkredit erhalten, prüft die Bank sowohl Ihre persönliche Bonität als auch den Wert der Immobilie.

Zu den wichtigsten Voraussetzungen zählen:

  • Stabiles Einkommen: Sie müssen nachweisen, dass Sie die monatlichen Raten langfristig bedienen können.

  • Eigenkapital: Die meisten Banken verlangen einen Eigenanteil von 10–20 % des Kaufpreises.

  • Gute Bonität: Eine positive Schufa-Auskunft und eine solide finanzielle Situation sind Grundvoraussetzungen.

  • Werthaltige Immobilie: Das Objekt dient als Hauptsicherheit – sein Marktwert muss den Kreditbetrag abdecken.

Diese Faktoren bestimmen nicht nur, ob Sie einen Realkredit erhalten, sondern auch zu welchen Konditionen.

Wie hoch kann ein Realkredit ausfallen?

Die Kredithöhe hängt vom Beleihungswert der Immobilie ab – also vom Wert, den die Bank ihr zuschreibt. Typischerweise können Kreditnehmer bis zu 80 % des Immobilienwerts finanzieren.

Beispiel: Hat eine Immobilie einen Wert von 400.000 €, kann die Bank bis zu 320.000 € als Realkredit gewähren. Der Rest muss durch Eigenkapital oder zusätzliche Sicherheiten gedeckt werden.

In Einzelfällen – etwa bei sehr guter Bonität – sind auch 100%-Finanzierungen möglich, allerdings meist zu höheren Zinsen oder mit zusätzlichen Absicherungen.

Was passiert, wenn der Realkredit nicht zurückgezahlt wird?

Zahlt der Kreditnehmer die vereinbarten Raten nicht, hat die Bank aufgrund der Grundschuld oder Hypothek das Recht, die Immobilie zwangsweise zu verwerten.

Das geschieht in der Regel über eine Zwangsversteigerung, deren Erlös zur Tilgung der Restschuld verwendet wird. Reicht der Verkaufserlös nicht aus, kann die Bank die verbleibende Summe weiterhin einfordern.

Deshalb sollten Kreditnehmer den Realkredit nur aufnehmen, wenn sie sich die monatliche Belastung dauerhaft leisten können. Frühzeitige Gespräche mit der Bank bei finanziellen Engpässen helfen, Lösungen zu finden, bevor es zu Konsequenzen kommt.

Keine Ausweispflicht besteht für Baudenkmäler und kleine Gebäude mit einer Nutzfläche bis maximal 50 Quadratmeter.

Welche Zinssätze sind bei Realkrediten üblich?

Da Realkredite durch reale Werte abgesichert sind, liegen die Zinsen deutlich unter denen anderer Kreditformen. Die exakte Zinshöhe hängt jedoch von mehreren Faktoren ab:

  • Bonität des Kreditnehmers

  • Wert der Immobilie und Höhe des Eigenkapitals

  • Zinsbindung (z. B. 10, 15 oder 20 Jahre)

  • Laufzeit des Kredits

Aktuell liegen die Zinsen für Realkredite im Bereich von etwa 2 % bis 4 % pro Jahr, abhängig vom Marktumfeld und individueller Risikobewertung.

Welche Arten von Realkrediten gibt es?

Hypothekendarlehen

Die klassische Form des Realkredits. Hier dient die Immobilie als Sicherheit, und die Bank lässt eine Hypothek ins Grundbuch eintragen. Geeignet für den Kauf, Neubau oder die Sanierung von Immobilien.

Baufinanzierung

Diese Form des Realkredits ist speziell auf den Hausbau oder größere Umbaumaßnahmen ausgelegt. Sie wird meist in Raten ausgezahlt, entsprechend dem Baufortschritt.

Bauspardarlehen

Hier wird ein Realkredit mit einem Bausparvertrag kombiniert. Nach der Ansparphase erhalten Sie ein zinsgünstiges Darlehen zur Immobilienfinanzierung.

Alle Varianten bieten langfristige Stabilität, unterscheiden sich jedoch in Struktur und Flexibilität. Welche Variante am besten passt, hängt von Ihren Zielen und Ihrer finanziellen Situation ab.

Wie läuft die Beantragung eines Realkredits ab?

Der Prozess besteht aus mehreren Schritten:

  • Beratung und Bedarfsermittlung: Gemeinsam mit einem Finanzberater oder der Bank klären Sie, welcher Kreditrahmen realistisch ist.

  • Antragstellung: Sie reichen Unterlagen zu Einkommen, Vermögen und zum Finanzierungsobjekt ein.

  • Bonitäts- und Objektprüfung: Die Bank bewertet Ihre Zahlungsfähigkeit und den Wert der Immobilie.

  • Kreditangebot und Vertragsabschluss: Nach positiver Prüfung erhalten Sie ein verbindliches Angebot, das Sie annehmen können.

  • Grundbucheintrag: Zur Absicherung trägt die Bank eine Grundschuld auf die Immobilie ein.

Nach Abschluss der Formalitäten erfolgt die Auszahlung – meist in einer Summe oder in Bauabschnitten.

Kann ein Realkredit auch für Sanierungen genutzt werden?

Ja. Ein Realkredit eignet sich nicht nur für den Erwerb, sondern auch für die Modernisierung oder energetische Sanierung einer bestehenden Immobilie. Wenn durch die Maßnahmen der Immobilienwert steigt, verbessert das gleichzeitig die Sicherheit für die Bank.

Typische Beispiele:

  • Dach- oder Fassadensanierung

  • Heizungserneuerung

  • energetische Dämmung

  • Ausbau oder Erweiterung

So kann ein Realkredit helfen, Wert und Effizienz der Immobilie langfristig zu steigern.

Realkredit als sichere und langfristige Finanzierungsoption

Ein Realkredit ist die ideale Lösung für alle, die eine verlässliche und langfristige Immobilienfinanzierung suchen.
Dank der Absicherung durch eine Immobilie profitieren Kreditnehmer von niedrigen Zinsen, langen Laufzeiten und hoher Planungssicherheit.

Ob Kauf, Neubau oder Sanierung – mit einem Realkredit schaffen Sie eine solide Basis für Ihr Immobilienprojekt.

Lassen Sie sich jetzt von den Baufin-Experten beraten und finden Sie den Realkredit, der perfekt zu Ihrer Situation passt!

susanne-knofe Baufin-Experte

Susanne Knofe

|

Stand: 5. November 2025

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