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Preisverhandlung beim Immobilienkauf - Die Checkliste

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Susanne Knofe

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Expertin für Baufinanzierung

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Stand: 25.01.23

Das Wichtigste zur Preisverhandlung im Überblick 

  • Mit Verhandlungsgeschick und guter Vorbereitung ist auch das Traumhaus fernab des Maximalbudgets leistbar

  • Vorab sollte man sich Klarheit verschaffen über den Wert der Immobilie, nötige Investitionen für die Modernisierung, die Marktlage etc.

  • Der Ratgeber bietet u. a. Überlegungen zum Verhandlungsspielraum, Argumente für erfolgreiche Preisverhandlungen und eine Checkliste für die Preisverhandlung

  • Nutzen Sie unseren Budgetrechner für den Maximalpreis der Immobilie als Basis für Preisverhandlungen

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Immobilienpreise sind verhandelbar

Hierzulande werden Verhandlungen um den günstigsten Preis häufig mit Argwohn betrachtet oder sogar verpönt. Verantwortlich dafür ist der vielerorts überhitzte Markt und die große Nachfrage, die in Form von endlosen Schlangen bei Hausbesichtigungen allen präsent ist. In anderen Weltregionen sieht das ganz anders aus. Dort gehören Verhandlungen beim Hauskauf einfach dazu. Entsprechenden Spielraum bieten die angesetzten Preise. Gerade für Immobilienkäufe darf auch hierzulande verhandelt werden. Rund drei Viertel der Käufer tun dies auch. Gern zerstreuen wir Ihre Bedenken gegen die Preisverhandlung beim Immobilienkauf, denn sie ist auch hier üblich – und lohnend. Mit den richtigen Argumenten und nötigen Informationen an der Hand, befinden Sie sich schnell in einer optimalen Verhandlungsposition.

 

Stimmt das: Fragen kostet nichts? Nicht ganz unberechtigt sind Bedenken, dass man zu viel bietet oder Mitbewerber einem das Wunschobjekt mit höheren Geboten vor der Nase wegschnappen. Wer unsicher ist, wie die Marktlage ist, was die Immobilie wert ist bzw. welche Modernisierungskosten noch berücksichtigt werden müssen, engagiert einen Immobilienexperten als Kaufbegleitung. Dieser liefert auch überzeugende Argumente für die Preisverhandlung beim Immobilien-/Hauskauf.

Wie viel ist Ihr Objekt wert?

Den Wert einer Immobilie bestimmen vor allem drei Dinge: die Lage, der Zustand und die Ausstattung der Immobilie. Eine Immobilienbewertung z. B. durch einen staatlich anerkannten oder öffentlich bestellten und vereidigten Immobiliengutachter liefert Interessenten einen guten Anhaltspunkt dafür, was das Wunschobjekt in etwa kosten darf bzw. wert ist. Niemand möchte für Immobilien zu viel bezahlen. Der ermittelte Verkehrswert ist zwar nur ein Schätzwert, aber eine gute Kennziffer. Dieser wird zum Beispiel durch einen Vergleich mit ähnlichen Immobilien und deren Preisen ermittelt (Vergleichswertverfahren) oder durch das Sachwertverfahren, bei dem die Sachwerte (ursprüngliche Baukosten abzgl. Abnutzung) und Grundstückswerte (Bodenrichtwert) berechnet und addiert werden. Da der Verkehrswert auch von Angebot und Nachfrage beeinflusst wird, kann der tatsächliche Kaufpreis höher oder niedriger ausfallen.

Wie viel Prozent kann man beim Hauskauf runterhandeln?

Verhandlungen beim Hauskauf lohnen sich. Laut Umfragen haben auf diese Weise mehr als die Hälfte der befragten Käufer einen günstigeren Preis für ihre Immobilie verhandelt. Der erzielte Preisnachlass variierte stark und lag zwischen zehn und 15 Prozent oder in seltenen Fällen sogar bei bis zu 25 Prozent. Können Modernisierungskosten angeführt werden, kann man als Preisnachlass auf 15 bis 20 Prozent dieser Kosten spekulieren. Bei bloßem Renovierungsbedarf sind es weniger und 5 bis 10 Prozent realistisch. Handeln lohnt sich besonders in mittelgroßen Städten (bis 100.000 Einwohner), aber auch auf dem Land oder in Großstädten gibt der Erfolg dem Versuch der Preisverhandlung beim Immobilienkauf recht.

Erfolgreiche Preisverhandlung beim Immobilienkauf: Argumente für einen Preisnachlass

Kommen wir gleich zum Wesentlichen. Hier sind die Argumente, die bei Preisverhandlungen beim Immobilienkauf gern angebracht werden:

  • anfallende Modernisierungskosten

  • eine veraltete Ausstattung

  • fehlende Ausstattungsmerkmale wie Einbauküche, Pkw-Stellmöglichkeiten, Garage, Keller, Balkon oder Garten

  • ein hohes Alter der Immobilie

  • generelle Mängel an der Immobilie (keine Dämmung, schlecht isolierende Fenster, alte Heizung, Feuchtigkeit, alte Rohre/Stromleitungen)

  • die unattraktive Lage der Immobilie

Mit der richtigen Taktik zum Verhandlungsprofi bei Immobilienkäufen

Erfolgreiche Preisverhandlungen beim Hauskauf laufen in der Regel nach folgendem Schema ab:

  1. Besichtigungstermin
  2. Besichtigungstermin zur genaueren Begutachtung
  3. Gebotsabgabe
  4. Preisverhandlung
  5. Notartermin zum Abschluss des Kaufvertrags

Checkliste Vorbereitung Preisverhandlung Immobilienkauf

  • Budget für den Hauskauf ermitteln:

    Was können Sie an monatlichen Raten bzw. an Gesamtkosten (Hauskredit) stemmen? Nutzen Sie dafür einfach unseren Budgetrechner!

  • Hauswert ermitteln:

    Bei Vergleichen auf Immobilienportalen lässt sich kostenlos erfahren, welche Kaufpreise für vergleichbare Immobilien in derselben Gegend aufgerufen werden.

  • Nachfrage ermitteln: Wer bietet mit?

    Eine Vielzahl an Interessenten spielt eher dem Verkäufer in die Hände – und engt den Spielraum der Käufer ein. Daher wird ein Makler eine große Nachfrage möglichst immer vorgeben. Ein Zeichen für wenige Mitbewerber ist eine flexible und kurzfristige Terminvergabe. Hier stehen die Chancen fürs Handeln meist besser.

  • Sich mental darauf einstellen:

    Auch wenn Sie sich schon fest in Ihr Traumhaus verschossen haben, verhilft Ihnen größtmögliche Gelassenheit zu einem kühlen Kopf. Käufer, die ein Pokerface aufsetzen können, sind klar im Vorteil. Andererseits handelt es sich für die meisten um die größte Ausgabe ihres Lebens. Es sollte also immer im Hinterkopf behalten werden, dass jeder heruntergehandelte Euro vom Kaufpreis den Zeitraum der Abzahlung verkürzt.

  • Wer verkauft die Immobilie?

    Hausverkäufe sind häufig eine hochemotionale Geschichte. Die Vorbesitzer haben jahrzehntelang darin gewohnt und verbinden viele schöne Erinnerungen damit. Gern möchten sie es in guten Händen wissen – und an Menschen abgeben, die „in die Nachbarschaft passen“. Tatsächlich spielt für Verkäufer auch der Faktor eine große Rolle, weshalb es manchmal eine gute Taktik sein kann, mit der gesamten Familie „anzurücken“, um auch mit dem zweithöchsten Gebot den Zuschlag zu erhalten.

  • Motive für den Hausverkauf?

    Schwer herauszubekommen, aber oft unschätzbar für die Preisverhandlung beim Immobilienkauf sind die Motive. Ist der Verkäufer in finanzieller Not und ist es eilig, das Haus zu verkaufen? Helfen können hier ggf. gemeinsame Bekannte, die mehr wissen.

  • Machen Sie eine gute Figur:
    Beweisen Sie, dass Sie zuverlässig, pünktlich, interessiert – und liquide sind.

  • ggf. Baugutachter zur 2. Besichtigung mitnehmen

Preisverhandlung beim Hauskauf: Gern auch im Team mit Verhandlungsprofis

Es gibt Typen, für die Verhandeln ein Hobby ist. Dann gibt es diejenigen, für die Feilschen der blanke Horror bedeutet und die daher immer den vorgeschlagenen Preis akzeptieren. Beim Immobilienkauf als wohl größte Kaufentscheidung im Leben geht es um viel Geld und um die Traumimmobilie, in der die Kinder groß und die Eltern alt werden.

 

Mit unseren Argumenten und der Checkliste für die Preisverhandlung beim Immobilienverkauf können Sie sich gut dafür wappnen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, den besten Preis zu erzielen, holt sich einen erfahrenen Spezialisten für Baufinanzierung an die Seite. Unsere Baufinanzierungsexperten unterstützen Sie gern beim Immobilienkauf, bei der Preisverhandlung und bei der Suche nach passenden Finanzierungsmöglichkeiten.

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Stand: 25.01.23

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