Baufin-Experten

Förderung neuer Gasheizung 2022 zu Ende – die besten Alternativen

susanne-knofe

Susanne Knofe

|

Expertin für Baufinanzierung

|

Stand: 05.04.23

Das Wichtigste über die Förderung von Gasheizungen ab 2023 im Überblick

  • 2022 ist die staatliche Förderung für Gasheizungen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) nun auch für Sanierungen ausgelaufen. Gasheizungen in Neubauten wurden bereits seit 2021 nicht mehr gefördert
  • Wie hoch sind die Kosten für eine neue Gasheizung heute? Ohne Förderung sind die Kosten aktuell höher, aber da eine neue Gasheizung um einiges effizienter arbeitet als eine alte, spart man dennoch
  • Mit den erneuerbaren Energien stehen einige Alternativen zur Wahl, für die erhöhte Fördersätze bis 40 Prozent gewährt werden: z. B. Wärmepumpe, Solarthermie oder Biomasse
  • Modernisierungskredite zur Finanzierung von energetischen Sanierungen von Häusern lassen sich mit Förderprogrammen kombinieren
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Gasbrennwerttechnik, also die Gasheizung, galt lange Zeit als Schlüsseltechnologie für den Abschied von fossilen Brennstoffen. 2022 wurde in dieser Richtung ein wichtiger Meilenstein erreicht, als die staatliche Förderung für Gasheizungen laut Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) auslief. Das hat zur Folge, dass neben der klassischen Gasheizung auch Gas-Hybridheizungen (Kombination einer Erdgasheizung mit erneuerbaren Energien wie Wärmepumpe, Solarthermie, Biomasse) seitdem nicht mehr gefördert werden. Dafür wird der Umstieg auf erneuerbare Energien mit höheren Fördersätzen und Zuschüssen belohnt.

Was sich jetzt für Hausbesitzer mit Gasheizung ändert

Auch wenn der Eindruck entstehen kann: Der Wegfall der staatlichen Förderung für Gasheizungen bedeutet nicht, dass man sich keine neue Gasheizung mehr einbauen lassen darf. Auch ein Austausch der Gasheizung (bzw. Wechsel der Heizungstechnik) wird erst dann Pflicht, wenn die Heizung älter als 30 Jahre ist. Moderne Gasbrennwertgeräte können also vorerst länger in Betrieb bleiben. Spätestens seit den explosionsartig gestiegenen Gaskosten der jüngeren Vergangenheit ist jedoch klar, dass die alleinige Nutzung von gasbetriebene Heizungen immer unwirtschaftlicher und teurer wird.

Was kostet eine neue Gasheizung in 2023?

Viele schwören weiterhin auf „ihre“ Gasheizung. Aber kommt sie angesichts der geplanten CO2-Steuer überhaupt noch in Frage? Richtig ist, dass sich eine moderne Gasheizung im Vergleich zu einer alten Anlage rentiert. Die neue Brennwerttechnik arbeitet gegenüber der Heizwerttechnik, die früher Standard war, um bis zu 30 Prozent effizienter und kostensenkender. Für eine neue Gasheizung ist mit Kosten zwischen 7.500 bis 12.500 Euro zu rechnen, zu denen ggf. Kosten für den Gasanschluss in Höhe von 1.500 bis 2.500 Euro hinzukommen.

Warum werden Gasheizungen nicht mehr staatlich gefördert?

Mit der Anpassung der BEG und dem Ende der Gasheizungsförderung will der Gesetzgeber die Energiewende vorantreiben und CO2-Emissionen auch im privaten Bereich deutlich senken. Durch attraktive Förderungen und Zuschüsse sollen mehr Hausbesitzer auf Heizungssysteme mit erneuerbaren Energien wie Wärmepumpen oder Solarthermie umsteigen. Als neuer Anreiz wurde der Austauschbonus auch auf ältere Gasheizungen und Gasetagenheizungen ausgeweitet. Mit dem sogenannten Wärmepumpenbonus erhalten alle, die auf eine Wärmepumpe umsteigen eine maximale Förderung von 40 Prozent, wenn damit eine alte Öl-Heizung oder eine mindestens 20 Jahre alte Gasheizung ersetzt wird.

Ausnahme: Heizungsoptimierung

Über einen kleinen Umweg können Sie auch 2023 noch von Förderungen für Ihre Gasheizung profitieren, indem sie Ihre bestehende Heizung optimieren. Das bedeutet, dass einzelne Bestandteile der Heizung ausgetauscht werden. Diese einzig verbliebene Fördermaßnahme für Gasheizungen bezuschusst das Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) weiterhin mit 15 Prozent der förderfähigen Kosten bei Mindestkosten von 300 Euro.

Gefördert werden Maßnahmen zur Optimierung des Heizungsverteilsystems:

  • Hydraulischer Abgleich inkl. Einstellung der Heizkurve
  • Austausch von Heizungspumpen
  • Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung

  • Dämmung der Rohrleitungen
  • Einbau von Flächenheizungen, Niedertemperaturheizkörpern und Wärmespeichern
  • Einbau und Ersatz von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik wie elektronischer Heizungsthermostate, Wärmemengenzähler oder Smart Meter

Welche Alternativen zur Gasheizung werden 2023 gefördert?

Die Gelder, die durch den Förderstopp für Gasheizungen eingespart wurden, sind direkt in die Fördertöpfe für alternative Heizsysteme mit erneuerbaren Energien geflossen. Die aktuell empfehlenswerten Alternativen zur Gasheizung sind folgende:

Wärmepumpe – kommt ohne fossile Brennstoffe aus

Wärmepumpen nutzen kostenfreie Umweltwärme aus der Luft, dem Boden oder dem Wasser. Dabei entstehen wenig oder gar keine Emissionen, wenn Sie Ökostrom nutzen. Wärmepumpen gibt es in unterschiedlichen Varianten, sodass sie sich grundsätzlich für jeden Gebäudetyp eignen und überall eingebaut werden können.

Für den Einbau einer Wärmepumpe können Sie mit bis zu 40 Prozent Förderung rechnen:

Förderung Wärmepumpe

25 Prozent für die Wärmepumpe
+ 10 Prozent Heizungstauschbonus
+ 5 Prozent Wärmepumpenbonus (bei Tausch der alten Öl- oder Gasheizung)
= 40 Prozent gesamt

Die Neuanschaffung von Wärmepumpen ist förderfähig, wenn die Anlage genutzt wird zur:
  • Raumheizung von Gebäuden
  • Kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung
  • Bereitstellung von Wärme für ein Wärmenetz

Brennstoffzellenheizung – Wärme + Strom aus Gas und Wasserstoff

Brennstoffzellenheizungen arbeiten besonders ökonomisch. Ihre Effizienz erreicht fast 100 Prozent, wobei sie nicht nur Wärme, sondern auch Strom produzieren. Dazu wird allerdings kein Brennstoff verbrannt, sondern aus einem elektrochemischen Prozess von Wasserstoff mit Sauerstoff direkt Energie gewonnen. Aus dem Schornstein strömt hauptsächlich Wasserdampf. Als Wasserstoff-Lieferant wird meist Erdgas verwendet. Der Strom kann direkt im Gebäude genutzt werden und überschüssiger Strom „aus eigener Erzeugung“ in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden.

Gasheizung mit Solar – kombiniert fossile mit erneuerbaren Energien

Auch wenn die Förderung für diese Gashybridheizungen als Gesamtprodukt entfallen ist, werden die erneuerbaren Einzelkomponenten weiterhin gefördert. Bei der Kombination aus Gasheizung und Solarthermie werden immerhin noch 25 Prozent auf die förderfähigen Kosten der Solarthermie bezuschusst. Mit Gashybridheizungen macht man sich unabhängiger von Gas und dessen Preisschwankungen und Verfügbarkeit. Außerdem ist das Heizen damit effizienter und günstiger. Während die Solarthermie quasi kostenfrei für Warmwasser sorgt, bildet die Gastherme das Backup in sonnenarmen Perioden.
  • Solarthermie-Anlagen: Thermische Solaranlagen wandeln die kostenfreie Energie der Sonne in nutzbare Wärme
  • Biomasse-Anlagen mit Pellets, Holzschnitzeln: Eine Pelletanlage verbrennt nachwachsende Energieträger vollautomatisch. Möglich macht es die Kombination von Pelletkessel, Brennstofflager und Fördersystem.

Unser Tipp: Langfristig sollten Sie unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihren Geldbeutel. Aufgrund ihrer attraktiven Förderung und der hohen Effizienz sind Wärmepumpen aktuell die beste Option für den Umstieg.

Wie hoch fällt die Förderung aus?

Förderungen werden als prozentuale Zuschüsse ausgezahlt, die abhängig von der gewählten Maßnahme und den förderfähigen Kosten sind. Nicht nur von staatlicher Seite, sondern auch über Landesprogramme, Kommunen und Energie-Versorgungsunternehmen bestehen Förderangebote für die Optimierung bzw. den Austausch von Heizungen. Die Bedingungen legen die einzelnen Förderprogramme fest – und es darf kombiniert werden. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) lässt für Kombinationen maximal 60 Prozent der förderfähigen Kosten zu.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): Fördersätze Einzelmaßnahmen

Wärmepumpe

Brennstoffzellenheizung Solarthermie-Anlage

Biomasse-Anlage

Heizungs-optimierung

Zuschuss

25 %

25 %

10 %

15 %

+ 10 % Heizungs-Tausch-Bonus

35%

35%

10%

/

+ 5 % Wärmepumpen-Tausch-Bonus

40 %

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Sanierungsfahrplan*

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/

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5%

*Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) eignet sich für die Erstellung von Fahrplänen für die Schritt-für-Schritt-Sanierung. Er wird auch gefördert.

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Susanne Knofe

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Expertin für Baufinanzierung

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Stand: 22.02.23

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