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Baufinanzierung mit KfW-Förderung

Autorin_Daniela_Schehrmann

Daniela Schehrmann

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Expertin für Baufinanzierung

|

20. Juli 2026

Das Wichtigste zur KfW-Förderung im Überblick

    Das KfW-Wohneigentumsprogramm (Kredit Nr. 124) ist ein Förderkredit für den Kauf oder Bau einer selbst genutzten Immobilie. Sie erhalten bis zu 100.000 Euro pro Vorhaben, ausgezahlt zu 100 Prozent.
    Der effektive Jahreszins liegt ab rund 3,95 Prozent (Stand Juli 2026). Die KfW passt die Konditionen laufend an und legt Ihren Zinssatz erst am Tag der Zusage fest.

    Gefördert werden alle Privatpersonen, die anschließend selbst in der Immobilie wohnen. Der Zins ist für alle gleich, unabhängig von Bonität, Einkommen und Eigenkapital.

    Ein echter Vorteil: Auch die Kaufnebenkosten wie Notar, Makler und Grunderwerbsteuer sind förderfähig. Und es gelten keine Energie- oder Einkommensauflagen.
    Den Antrag stellen Sie nicht direkt bei der KfW, sondern über einen Finanzierungspartner, und zwar immer bevor Sie Kaufvertrag oder Bau starten. Genau dabei unterstützen wir Sie.
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Los gehts...

Wer eine Immobilie kauft oder baut, sollte staatliche Förderungen von Anfang an mitdenken. Das KfW-Wohneigentumsprogramm (124) ist dabei der Klassiker: unkompliziert, für nahezu jeden zugänglich und vielseitig einsetzbar. In diesem Ratgeber erfahren Sie, was genau gefördert wird, welche Konditionen 2026 gelten, für wen sich das Programm lohnt und worauf Sie beim Antrag achten müssen.

Was ist das KfW-Wohneigentumsprogramm (124)?

Das Programm 124 ist ein zinsgünstiger Förderkredit der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau), mit dem der Bund den Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum unterstützt. Sie können damit sowohl eine bestehende Immobilie kaufen als auch ein Eigenheim neu bauen. Entscheidend ist nur, dass Sie die Immobilie anschließend selbst bewohnen.

Hinweis: Der KfW-124-Kredit ist kein eigenständiges Volldarlehen. Er ist ein Baustein, der Ihre Hauptfinanzierung über die Bank ergänzt. Mit bis zu 100.000 Euro deckt er in der Regel einen Teil der Gesamtkosten ab, den Rest finanzieren Sie über ein klassisches Bankdarlehen und Ihr Eigenkapital.

Was wird gefördert?

Das Programm ist bewusst breit aufgestellt. Gefördert werden bis zu 100.000 Euro pro Vorhaben, und zwar je nach Situation für unterschiedliche Kostenpositionen.

Beim Kauf einer Immobilie:

  • den Kaufpreis
  • Kosten für Instandsetzung, Umbau und Modernisierung

  • Nebenkosten wie Notar- und Maklergebühren sowie die Grunderwerbsteuer

Beim Neubau:

  • die Baukosten (Material und Arbeitsleistung)

  • die Baunebenkosten, etwa Notar, Makler, Grunderwerbsteuer, Honorare für Architekt sowie Energie- und Bauberatung

  • Kosten für die Außenanlagen

  • die Kosten des Baugrundstücks, sofern Sie es maximal sechs Monate vor Antragseingang bei der KfW erworben haben

Dass auch die Nebenkosten mitfinanziert werden können, ist einer der praktischen Pluspunkte. Genau diese Positionen bringen viele Käufer sonst in Bedrängnis, weil sie aus Eigenkapital zu zahlen sind.

Was wird nicht gefördert?

Damit Sie keine Zeit mit einem aussichtslosen Antrag verlieren, hier die wichtigsten Ausschlüsse. Nicht förderfähig sind:
  • Ferienhäuser und Ferienwohnungen
  • Umschuldungen bestehender Darlehen
  • Nachfinanzierungen, etwa wenn ein Bau teurer wird als geplant
  • bereits begonnene oder abgeschlossene Vorhaben
  • vermietete oder gewerblich genutzte Flächen
  • Maßnahmen an bereits selbst genutztem Eigentum, zum Beispiel eine Wohnraumerweiterung
  • Eigenleistungen. Nur durch Rechnung belegte Materialkosten sind förderfähig, Ihre eigene Arbeitszeit nicht.

Welche Konditionen gelten 2026?

Das ist der Punkt, bei dem viele genauer hinschauen. Der Zinssatz des Programms orientiert sich am Kapitalmarkt und wird laufend angepasst. Verbindlich ist immer der Zins am Tag der Zusage, der dann für die gesamte Zinsbindung gilt.

Stand Juli 2026 liegt der effektive Jahreszins ab rund 3,95 Prozent bei kurzer Zinsbindung. Bei zehnjähriger Zinsbindung liegt er etwas höher, aktuell im Bereich von etwa 4,2 Prozent. Eine Besonderheit: Der Zins ist für alle Antragsteller gleich, unabhängig von Bonität, Einkommen oder Beleihung. Das kann für Käufer mit wenig Eigenkapital ein Vorteil sein, für sehr solvente Kunden mit Top-Bankkonditionen dagegen weniger attraktiv.

Merkmal

Konditionen

Kreditbetrag

bis zu 100.000 Euro, Auszahlung 100 Prozent

Laufzeit

bis zu 35 Jahre

Zinsbindung

5 oder 10 Jahre

Tilgungsfreie Anlaufzeit/p>

1 bis 5 Jahre (in dieser Zeit zahlen Sie nur Zinsen)

Darlehensart

Annuitätendarlehen oder endfälliges Darlehen

Sicherung

Grundbucheintrag in Höhe des Kredits

Zinsangaben Stand Juli 2026. Die KfW passt die Konditionen fortlaufend an, den tagesaktuellen Satz nennen wir Ihnen im Beratungsgespräch.

Beim Annuitätendarlehen zahlen Sie nach der tilgungsfreien Anlaufzeit gleichbleibende Monatsraten aus Zins und Tilgung. Das ist die übliche und planbarste Variante. Beim endfälligen Darlehen (4 bis 10 Jahre) zahlen Sie über die Laufzeit nur Zinsen und den Kreditbetrag am Ende in einer Summe zurück, etwa aus einem Bausparvertrag. Diese Variante eignet sich nur für bestimmte Konstellationen.

Ein Hinweis zum Kapitalabruf: Sie können den Kredit in einer Summe oder in Teilbeträgen innerhalb von 12 Monaten nach der Zusage abrufen, eine Verlängerung auf bis zu 36 Monate ist möglich. Ab dem 13. Monat nach Zusage fällt allerdings eine Bereitstellungsprovision von 0,15 Prozent pro Monat auf den noch nicht abgerufenen Betrag an.

Lohnt sich das KfW-124-Programm?

Eine ehrliche Antwort: Das lässt sich nicht pauschal sagen, und deshalb hier lohnt der Vergleich. Aktuell liegen die besten normalen Bauzinsen teilweise auf ähnlichem Niveau wie der 124er-Zins oder sogar leicht darunter. Der Vorteil des Programms liegt deshalb 2026 weniger im Zins allein als in drei anderen Punkten:

  1. Einfache Voraussetzungen: keine Energiestandards, keine Einkommensgrenzen, unabhängig von der Bonität.
  2. Förderfähige Nebenkosten: Notar, Makler und Grunderwerbsteuer lassen sich mitfinanzieren.
  3. Kombinierbarkeit: Sie können das Programm mit weiteren KfW-Produkten koppeln und so mehr Förderung sichern.

Ob unter dem Strich das reine Bankdarlehen oder die Kombination aus Bankdarlehen und KfW 124 günstiger ist, hängt vom Tageszins und Ihren Bankkonditionen ab. Wir rechnen beide Varianten für Sie durch, damit Sie sich nicht auf ein Bauchgefühl verlassen müssen.

Lässt sich das Programm mit anderen Förderungen kombinieren?

Ja, und das ist oft der eigentliche Hebel. Häufig wird das Programm 124 mit dem Wohngebäude-Kredit (261) kombiniert, wenn Sie eine energieeffiziente Immobilie kaufen oder auf einen Effizienzhaus-Standard sanieren. Der 261er bringt zusätzlich Tilgungszuschüsse, die Ihre Restschuld senken. Welche Kombination in Ihrem Fall möglich ist, klären wir gemeinsam anhand Ihres Vorhabens.

Wie stelle ich den Antrag richtig?

Beim Antrag entscheidet vor allem das Timing. Der häufigste und teuerste Fehler ist, den Kaufvertrag oder den Bau zu beginnen, bevor der Antrag läuft.

  1. Vor dem Start beantragen. Der Antrag muss vor Vorhabensbeginn gestellt werden. Als Vorhabensbeginn gelten der Abschluss des notariellen Kaufvertrags beziehungsweise der erste Spatenstich beim Bau. Schon ein aktenkundiges Finanzierungsgespräch mit KfW-Bezug zählt als Antrag in diesem Sinne.
  2. Über einen Finanzierungspartner gehen. Die KfW vergibt nicht direkt, sondern über Banken und Vermittler. Als Ihr Finanzierungspartner leiten wir den Antrag für Sie weiter.
  3. Frist beachten. Der formgerechte Antrag muss innerhalb von 3 Monaten nach Vorhabensbeginn bei der KfW eingehen.
  4. Zusage abwarten. Erst nach der Zusage schließen Sie Verträge ab beziehungsweise starten mit den Arbeiten.
  5. Kredit abrufen und tilgen gemäß Ihrem Tilgungsplan.

Zur Vorbereitung können Sie die kostenlose Antragsvorbereitung der KfW nutzen. Die eigentliche Beratung und Einreichung übernehmen wir dann gemeinsam.

Unsere Experten beraten Sie gerne rund um die Immobilienfinanzierung und die KfW-Förderung. Gemeinsam finden wir heraus, ob und welche Förderprogramme sich für Sie lohnen und wie Sie sich Ihr Traum vom Eigenheim zinsgünstig erfüllen.

Rechenbeispiel: von der Miete ins Eigenheim

Eine Familie kauft eine Doppelhaushälfte für 300.000 Euro. Hinzu kommen rund 35.000 Euro Kaufnebenkosten, die Gesamtkosten liegen also bei 335.000 Euro. Die Finanzierung kann so aussehen:

Finanzierung

Euro

KfW-Wohneigentumsprogramm (124)

100.000

Eigenkapital

45.000

Bankdarlehen

190.000

Gesamtsumme

335.000

Das Beispiel zeigt das typische Zusammenspiel: Der KfW-Kredit deckt einen festen Baustein ab, das Bankdarlehen den Hauptteil, und das Eigenkapital trägt idealerweise die Nebenkosten. Ihre konkreten Zahlen hängen von Kaufpreis, Region und Eigenkapital ab.

Sonderfälle, die häufig gefragt werden

Das Programm ist flexibler, als viele denken. Ein paar praxisrelevante Konstellationen:

  • Wohnung für Angehörige: Eine unentgeltliche Überlassung an Angehörige (zum Beispiel eine Wohnung am Studienort des Kindes oder eine altersgerechte Wohnung für die Eltern) ist förderfähig. Der Höchstbetrag von 100.000 Euro gilt dann je Wohneinheit, mit separatem Antrag.
  • Vermietetes Objekt: Wohnt beim Kauf noch ein Mieter in der Immobilie, müssen Sie spätestens 12 Monate nach Kreditabruf einziehen können.
  • Scheidung: Die Auszahlung des ausziehenden Partners lässt sich mitfinanzieren, sofern für das Objekt noch kein 124er-Darlehen genutzt wurde.

Was Sie zur Rückzahlung wissen sollten

Beim Programm 124 sind während der Laufzeit keine Sondertilgungen oder Teilrückzahlungen möglich. Wenn Sie flexibel zusätzlich tilgen wollen, sollten Sie das über Ihr Bankdarlehen einplanen. Eine vollständige vorzeitige Rückzahlung ist zwar jederzeit möglich, dann fällt jedoch eine Vorfälligkeitsentschädigung an, die Ihr Finanzierungspartner berechnet.

Fazit: ein solider Baustein, der richtig eingebaut werden muss

Das KfW-Wohneigentumsprogramm (124) ist ein unkomplizierter Förderbaustein, der für fast jeden Käufer und Bauherren infrage kommt. Sein Wert liegt 2026 weniger im reinen Zinsvorteil als in den einfachen Voraussetzungen, der Förderfähigkeit der Nebenkosten und der Kombinierbarkeit mit weiteren Programmen. Wie so oft in der Baufinanzierung gilt: Nicht das einzelne Produkt entscheidet, sondern das Gesamtkonzept. Ob und wie sich der 124er für Sie rechnet, prüfen wir gemeinsam und rechnen ihn gegen Ihre Bankkonditionen.

Das sagen unsere Kunden

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Lieber Björn! Bleib so wie du bist und mach weiter so!!!!“
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Tolle Beratung. Kundenwünsche werden hier groß geschrieben. So bekam ich ein Angebot was komplett auf mich zugeschnitten wurde.
Eine klare weiter Empfehlung.“
Nicole O. Google-Rezension
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Wir schätzen es sehr, dass bei Frau Häuser wirklich der Kunde im Vordergrund steht und sie konsequent im Interesse des Kunden handelt. Das ist heute leider nicht mehr selbstverständlich. Ihre fachliche Kompetenz, ihre Freundlichkeit und ihre ehrliche Beratung haben bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Auch wenn es letztlich zu keinem Abschluss kam, würden wir jederzeit wieder auf Frau Häuser zukommen und können sie uneingeschränkt weiterempfehlen. Wer eine seriöse, faire und kundenorientierte Beratung sucht, ist bei ihr genau richtig.“
Jannick S. Google-Rezension
„Frau Christina Häuser ist eine herausragende Expertin. Meine Frau und ich sind überglücklich und Gott dankbar, dass Er sie uns geschickt hat. Wir empfehlen sie allen wärmstens weiter, die sich den Traum vom eigenen Heim erfüllen möchten. Sie ist in vielen Bereichen überaus kompetent und das Wichtigste: Sie gibt niemals auf. Egal zu welcher Uhrzeit man ihr schreibt, sie ist immer da, steht einem mit Rat zur Seite oder zeigt einem den besten Weg auf. Einfach ein absoluter Profi! Top!“
Yakov S. Google-Rezension
„Wir hatten mit Frau Häuser ein sehr nettes und informatives Finanzierungsgespräch. Während eines Video Calls konnten wir alle offenen Fragen klären und die benötigten Daten wurden direkt in das System übertragen. Die anschließenden Finanzierungsvorschläge wurden sehr transparent mit uns ohne Zeitdruck erörtert.
Wir haben uns rundum gut beraten gefühlt. 👍👍👍“
Jürgen W. Google-Rezension
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Susanne Knofe

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Expertin für Baufinanzierung

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Stand: 12.05.21

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