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Doppelhaushälfte vs. Reihenhaus - Die Vor- und Nachteile dieser Bauformen

susanne-knofe Baufin-Experte

Susanne Knofe

|

Expertin für Baufinanzierung

|

Stand: 7. Juni 2022

Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Doppelhaus besteht aus zwei Wohneinheiten, die sich ein gemeinsames Grundstück teilen.
    • Bei einem Reihenhaus gibt es drei oder mehr Wohneinheiten, die direkt aneinander angrenzen.
    • Beide Wohnformen haben einen finanziellen Vorteil, da die Kosten durch die involvierten Wohneinheiten geteilt werden und eine geringere Grundstücksfläche notwendig ist.
    • Entscheidende Nachteile sind die fehlende Distanz zum Nachbarn und die eingeschränkte Entscheidungsfreiheit bei Themen rund um die Immobilie und das Grundstück.
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Wenn ein alleinstehendes Haus zu teuer ist, kann der Kauf einer Doppelhaushälfte oder eines Reihenhauses eine gute Alternative sein. Doch was zeichnet diese beiden Immobilienarten aus und worin liegen die Unterschiede? Im Folgenden erläutern wir Ihnen die Vor- und Nachteile einer Doppelhaushälfte und eines Reihenhauses.

Doppelhaushälfte vs. Reihenhaus

Obgleich sich das Doppelhaus und das Reihenhaus voneinander unterscheiden, haben sie auch Gemeinsamkeiten. Entscheidend ist, dass beide Bauformen ein kleineres Grundstück als bei einem Einzelhaus benötigen. Während für ein Einfamilienhaus rund 400 Quadratmeter Grundstücksfläche veranschlagt werden, sind es bei einem Reihenhaus 160 bis 200 Quadratmeter und 250 bis 300 Quadratmeter für eine Doppelhaushälfte. Dadurch reduzieren sich die Kosten für den Grundstückskauf bereits erheblich. Ebenfalls senken sich die Ausgaben durch die gemeinsame Einrichtung der Baustelle. Denn alle beteiligten Parteien können sich die Kosten für die Baustelleneinrichtung wie auch für gemeinsame Wände und die Bodenplatte teilen.

Die Unterschiede zwischen einer Doppelhaushälfte und einem Reihenhaus

Ein Doppelhaus unterscheidet sich optisch kaum von einem Einfamilienhaus. Allerdings besteht es aus zwei nebeneinanderliegenden Wohnbereichen, die mitunter durch einen separaten Eingang getrennt sind. Generell ist es sinnvoll, in einen guten Schallschutz zu investieren. Beispielsweise durch eine doppelte Wand und die Verwendung von Materialien mit einer hohen Schalldämmung. Außerdem teilen sich beide Eigentümer ein Grundstück. Die Fläche um das Haus kann gemeinsam genutzt werden oder es wird durch Zäune, Hecken o.ä. abgetrennt.

 

Ein Reihenhaus hingegen befindet sich, wie der Name bereits sagt, in einer Häuserreihe. Dabei handelt es sich um mindestens drei oder mehr direkt aneinandergrenzende Wohneinheiten. Hinter oder vor den Häusern befindet sich zumeist ein Garten in derselben Breite wie das jeweilige Wohnhaus.

Reihenhäuser haben den Vorteil, dass bei den mittleren Wohneinheiten die Heizkosten geringer ausfallen, da der Wärmeverlust durch die angrenzenden Häuser gering ist. Außerdem sind die Kosten niedriger als bei einer Doppelhaushälfte, da die gemeinsam anfallenden Ausgaben von mehr Parteien getragen werden. Allerdings befinden sich die Eigentümer in direkt angrenzender Nachbarschaft auf beiden Seiten. Beliebter sind daher Reihenendhäuser, die nur zu einer Seite an eine Wohneinheit grenzen. Diese sind jedoch teurer.

Das sind die Vorteile einer Doppelhaushälfte und eines Reihenhauses

Der entscheidende Vorteil eines Reihenhauses und einer Doppelhaushälfte sind die Kosten. Denn bis zu 25 Prozent lassen sich beim Bau einer Doppelhaushälfte sparen – bei einem Reihenhaus sind es noch mehr. Auch die Planungskosten können geringer ausfallen. Denn meist ist der Grundriss beider Wohneinheiten gleich – lediglich spiegelverkehrt. Dadurch spart der Architekt Arbeit. Weitere Einsparungen zeigen sich bei der Nutzung: So lassen sich die Wartungs- und Reparaturkosten für die Heizung durch alle Parteien teilen, wenn diese gemeinsam genutzt wird. Genauso wie die Aufwendungen für Schornsteinfeger und Arbeiten an der Fassade. Geteilt werden außerdem die Notar- und Grundbuchkosten sowie die Steuer.

 

Darüber hinaus benötigt man für den Bau der Doppelhaushälfte oder des Reihenhauses weniger Grundstücksfläche, da die Mindestabstände wegfallen. Und die geteilten Wände werden nicht nur von beiden Parteien getragen, sie bringen auch Vorteile in Sachen Wärmedämmung. In Bezug auf die Energieeffizienz spart nicht nur das Reihenhaus, das zu beiden Seiten an eine Wohneinheit angrenzt. Auch bei der Doppelhaushälfte gibt es zu einer Seite keinen Wärmeverlust.

  • Geringere Bau- und Planungskosten

  • Grundbuch- und Notarkosten sowie Steuer werden geteilt

  • Teilen von Kosten für gemeinsame Renovierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen

  • Geringere Grundstücksfläche

  • Energieeffizienz durch angrenzende Wände

Nachteile eines Reihenhauses und einer Doppelhaushälfte

Den vor allem finanziellen Vorteilen einer Doppelhaushälfte und eines Reihenhauses stehen auch Nachteile gegenüber. Ein wesentlicher Aspekt ist die fehlende Distanz zum Nachbarn. Bemerkbar macht sich dies insbesondere dann, wenn die gemeinsamen Wände nicht ausreichend schallisoliert wurden. Außerdem teilen sich die Parteien ein Grundstück – bei einem Reihenhaus grenzt die Nachbarschaft sogar von beiden Seiten direkt an. Somit ist es schwierig, sich aus dem Weg zu gehen oder nicht durch den Lärm des Nachbarn gestört zu werden. Daher gibt es bei Reihen- und Doppelhäusern mehr Streitthemen als bei einem alleinstehenden Einfamilienhaus.

 

Wichtig ist auch zu beachten, dass nicht alle individuellen Ideen realisierbar sind. Denn in Bezug auf Instandhaltungs- und Renovierungsarbeiten sind Absprachen mit dem Nachbarn unumgänglich. Einzig bei der Ausstattung im inneren der eigenen Wohneinheit besteht Gestaltungsfreiraum. Doch auch nicht in jedem Fall. Wird die Immobilie durch einen Bauträger errichtet, sieht dieser meist einen identischen Ausbau der Wohneinheiten vor. Nur Ausstattungen wie der Boden oder Sanitäranlagen und Küche können individuell geplant werden. Die Raumaufteilung ist meist dieselbe und Änderungen können mit teuren Mehrkosten verbunden sein.

  • Fehlende Distanz zum Nachbarn

  • Weniger individuelle Entscheidungsfreiheit

  • Absprachen mit dem Nachbarn zu Renovierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen

  • Höhere Kosten bei abweichender Bauausführung durch Bauträger

Für wen ist eine Doppelhaushälfte oder ein Reihenhaus geeignet?

Wiegt man alle Vor- und Nachteile eines Reihenhauses und einer Doppelhaushälfte ab, muss dies jeder für sich selbst entscheiden. Diese Wohnkonzepte sind vor allem für Familien geeignet, wenn mehrere Generationen nahe beieinander leben möchten. Doch als kostengünstige Alternative zum teuren Einfamilienhaus kommen diese Wohnformen immer häufiger infrage, auch mit fremden Nachbarn.

Nicht jeder ist dafür gemacht, mit seinem Nachbarn Tür an Tür zu wohnen. Wer sich jedoch selbst als tolerant und umgänglich bezeichnet und nicht vor einer engen Nachbarschaft zurückschreckt, kann sich über die finanziellen Vorteile eines Reihenhauses oder einer Doppelhaushälfte freuen.

susanne-knofe Baufin-Experte

Susanne Knofe

|

Stand: 7. Juni 2022

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