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Wie finde ich den besten Bausparvertrag?

susanne-knofe

Susanne Knofe

|

Expertin für Baufinanzierung

|

Stand: 16.02.22

Das Wichtigste zum besten Bausparvertrag im Überblick

  • Der beste Bausparvertrag ist von einer Vielzahl Faktoren abhängig. Die Verzinsung des Guthabens und die Konditionen für das Bauspardarlehen sind genauso wichtig wie die Gebühren und die Zuteilungsbedingungen.

  • Gute Anbieter verzinsen das Guthaben mit bis zu 1,5 Prozent. Dafür sind die Konditionen für das Bauspardarlehen häufig höher.

  • Erst wenn das Mindestguthaben erreicht wurde, ist der Vertrag zuteilungsreif und die Sparer können ihr Bauspardarlehen in Anspruch nehmen. Doch wann der Vertrag zugeteilt wird, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter.

  • Bausparkassen verlangen Abschlussgebühren in Höhe von einem bis 1,6 Prozent. Bei einer Bausparsumme von 100.000 Euro können die Kosten einen Unterschied von rund 600 Euro ausmachen.

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Ein Bausparvertrag kombiniert die Vorteile des Bausparens mit einem günstigen Immobilienkredit. So lässt sich schon heute für die Zukunft vorsorgen und die niedrigen Bauzinsen sichern, die derzeit den Markt beherrschen. Doch entscheidend dafür ist, einen guten Anbieter zum Bausparen zu finden. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie den besten Bausparvertrag finden und was einen guten Tarif ausmacht.

Der richtige Tarif zum Bausparen

Bausparverträge sind eine gute Sache und klingen äußerst simpel. Die Sparer zahlen regelmäßig Beträge in ihren Vertrag ein und erhalten nach einer bestimmten Ansparphase ihr Guthaben ausbezahlt. Zusätzlich erwerben sie das Anrecht auf ein Darlehen für den Bau, Kauf oder die Modernisierung ihrer Immobilie.

In der Realität sind Bausparverträge aber sehr kompliziert. Insbesondere beim Vergleich der Anbieter gibt es viele wichtige Kennzahlen, auf die es zu achten gilt: Abschluss- und Jahresgebühren, Darlehenszinssatz, Guthabenzins. Hinzu kommen die Zuteilungsbedingungen, die Regelsparrate und die Tilgungsbeträge. Ein niedriger Darlehenszins oder gute Konditionen für das Bausparguthaben alleine reichen also nicht aus, um den besten Bausparvertrag zu finden. Außerdem sind auch das persönliche Sparziel und die finanziellen Möglichkeiten des Bausparers für das passende Angebot relevant.

Bausparsumme entscheidend für die Zuteilung

Im ersten Schritt ist es wichtig, die richtige Bausparsumme festzulegen. Zu hohe Summen können dazu führen, dass der Bausparvertrag erst lange Zeit nach dem geplanten Immobilienerwerb zuteilungsreif wird. Oder ein hoher Sparbetrag notwendig ist, um das Sparziel zu erreichen.

Daher ist entscheidend, realistisch zu planen und zu kalkulieren, bis wann das Ziel mit den zur Verfügung stehenden Mitteln erreicht werden kann. Grundsätzlich setzt sich der Bausparvertrag folgend zusammen:

Sparanteil

Darlehensanspruch

Bausparsumme

Erst wenn eine Mindestansparsumme erreicht ist, wird der Bausparvertrag zuteilungsreif. Ab diesem Zeitpunkt haben die Sparer Anspruch auf ihr Guthaben und das Bauspardarlehen. Ein Beispiel:

 

Ein Kunde schließt einen Bausparvertrag mit einer Bausparsumme von 100.000 Euro ab. Er möchte später ein Darlehen über 60.000 Euro erhalten. Das bedeutet, er selbst muss 40.000 Euro sparen. Sobald er die Summe erreicht hat, wird sein Vertrag zuteilungsreif und er kann den Kredit in Anspruch nehmen.

Wann der Vertrag zuteilungsreif ist, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter

Ein wichtiges Kriterium für den Bausparvertrag ist, zu prüfen, wann der Vertrag zuteilungsreif ist. Dies unterscheidet sich nämlich von Bausparkasse zu Bausparkasse. Bei einigen Anbietern müssen 30 Prozent der Bausparsumme angespart sein, bei anderen Kassen rund 50 Prozent. In unserem Beispiel würde dies bedeuten, der Kunde müsste 30.000 Euro oder 50.000 Euro selbst aufbringen, um Anspruch auf sein Darlehen zu haben. Eine Differenz, die das Immobilienprojekt um viele Jahre verzögern kann.

Soll ein Haus in den nächsten Jahren erbaut oder erworben werden, ist es wichtig, einen Anbieter zu wählen, der ein niedrigeres Mindestguthaben vorsieht, das zum gewünschten Zeitpunkt erreicht werden kann.

Die Kosten des Bausparens

Für das Bausparen verlangen die Anbieter eine Gebühr: die Abschluss- und die Kontoführungsgebühr (Jahresgebühr). Die Abschlusskosten liegen zwischen einem und 1,6 Prozent. Bei einem 100.000 Euro Bausparvertrag fallen somit Gebühren von 1.000 bis 1.600 Euro an. Diese werden in den ersten Jahren des Sparens verrechnet. Daher befindet sich das Guthaben im Minus, bis die Kosten abgegolten sind.

 

Zusätzlich fallen Kontoführungsgebühren an. Diese liegen zwischen zehn und 20 Prozent im Jahr. Da die Kosten das Bausparguthaben um mehrere Tausend Euro schmälern können, lohnt es sich, die Anbieter im Hinblick auf ihre Konditionen zu vergleichen.

Der Regelsparbeitrag: Die Sparrate

Jedem Bausparvertrag wird eine Regelsparrate zugrunde gelegt. Dabei handelt es sich um den Sparbetrag, den der Bausparer zum Erreichen seines Sparziels aufbringen muss. Die Summe richtet sich somit nach der Höhe der Bausparsumme.

Je nach Anbieter beträgt der Regelsparbeitrag vier bis fünf Prozent der Bausparsumme. Auf diese Weise erreicht der Sparer nach 6 ½ bis 7 ½ Jahren sein Mindestsparguthaben, wodurch der Bausparvertrag zuteilungsreif wird.

 

Die meisten Anbieter ermöglichen es, zusätzlich Sonderzahlungen zu leisten. Allerdings darf die Bausparkasse diese unterbinden beziehungsweise den regelmäßigen Sparbetrag herabsetzen, wenn die Kunden mehr als den Regelsparbeitrag aufbringen. Damit möchte die Kasse ihre Zinslast reduzieren.

Zinsen: Die Konditionen des Bausparens

Ein wesentliches Kriterium für einen guten Bausparvertrag sind die Zinsen. Dazu gehören sowohl die Guthaben- wie auch die Darlehenszinsen. Letzteres bezeichnet die Gebühren für das Bauspardarlehen. Die Guthabenzinsen definieren hingegen die Verzinsung des angesparten Kapitals.

 

Derzeit befinden sich die Zinsen auf einem historischen Tief. Dementsprechend wird das Guthaben bei der Bausparkasse nur gering verzinst. Konditionen von 0,1 Prozent sind keine Seltenheit. Gute Anbieter bieten noch 0,5 Prozent auf das Guthaben.

 

Dementgegen steht jedoch, dass mit dem Zinstief Darlehen zu sehr günstigen Konditionen vergeben werden. So gibt es Anbieter, die 1,5 Prozent Zinsen für das Bauspardarlehen verlangen. Bei einer besseren Verzinsung des Guthabens können Bauzinsen von zwei bis 2,5 Prozent vorgesehen sein. Diese Zinsen werden dem Sparer bei Vertragsabschluss garantiert. Sollte der marktübliche Zinssatz für Immobilienkredite steigen, erhalten sie dennoch die bei Abschluss vereinbarten Konditionen. So lassen sich mit einem Bausparvertrag heute die günstigen Zinsen für die Zukunft sichern. Wer also mit Sicherheit sagen kann, dass das Bauspardarlehen in Anspruch genommen wird, sollte den Fokus auf die Konditionen des Darlehens legen und einen Anbieter mit niedrigen Kreditzinsen wählen.

Bausparkassen im Test: Ist der beste Bausparvertrag für mich geeignet?

Regelmäßig überprüfen Verbraucherportale wie Stiftung Warentest die Bausparkassen und ihre Angebote. Diese Ergebnisse können einen ersten Anhaltspunkt für den besten Bausparvertrag bieten. Allerdings sind die Tests immer auf einen Musterkunden bezogen. Und dessen Anforderungen an die Vertragsbedingungen entsprechen nicht immer dem eigenen Bedarf. Daher sollten Sie sich nicht gänzlich auf die Ergebnisse der Verbraucherportale stützen, sondern einen unabhängigen und bedarfsgerechten Vergleich entsprechend Ihren eigenen Anforderungen anstreben.

Gerne sind wir Ihnen als Baufinanzierungsexperten dabei behilflich. Wir finden heraus, welcher Anbieter den besten Bausparvertrag für Sie bereithält und wie Sie sich den Traum vom Eigenheim kostengünstig verwirklichen können. Vereinbaren Sie hier einen Termin mit uns.

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