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Wie sinnvoll ist ein Bausparvertrag bei der Hausfinanzierung?

susanne-knofe

Susanne Knofe

|

Expertin für Baufinanzierung

|

Stand: 02.02.22

Das Wichtigste zum Nutzen eines Bausparvertrags im Überblick

  • Bei einem Bausparvertrag zahlen die Sparer regelmäßig Geld ein, um eine bei Vertragsabschluss festgelegte Bausparsumme zu erreichen.

  • Damit erwerben sie zugleich das Recht, ein zinsgünstiges Bauspardarlehen für den Hausbau, Immobilienerwerb oder Modernisierungs-/Renovierungsvorhaben zu erhalten.

  • Ein Bausparvertrag für die Hausfinanzierung ist sinnvoll, um sich die derzeit günstigen Bauzinsen für die Zukunft zu sichern.

  • Mit dem Vorhaben, das Bauspardarlehen zu nutzen, lohnt sich das Bausparen. Als reines Sparmodell sind die Gebühren jedoch zu hoch und die Verzinsung zu niedrig.

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Der Bausparvertrag stellt eine Kombination aus Sparen und Darlehen dar. Denn durch die regelmäßigen Beiträge sammelt der Bausparer Kapital und erhält von der Bausparkasse ein günstig verzinstes Darlehen. Damit ist Bausparen eine gute Möglichkeit, um für den Erwerb einer Immobilie vorzusorgen oder ein Finanzpolster für spätere Umbau- und Modernisierungsvorhaben anzulegen. Doch wie sinnvoll ist ein Bausparvertrag bei der Hausfinanzierung wirklich und lohnt sich das Modell „Bausparen“ als reines Sparkonstrukt?

Was ist Bausparen genau?

Beim Bausparen schließen die Kunden mit einer Bausparkasse einen Vertrag über eine bestimmte Bausparsumme ab. Dann zahlen sie regelmäßige Sparbeträge auf ihr Bausparkonto ein. Mit dem Vertragsabschluss erwirbt der Kunde die Option, zu einem späteren Zeitpunkt ein zinsgünstiges Darlehen bei seiner Bausparkasse zu erhalten. Alternativ kann der Sparer aber auch nach einer bestimmten Vertragslaufzeit über sein Kapital verfügen, ohne die Darlehensoption zu nutzen. Je nach Anbieter wird das Kapital mit 0,10 bis 0,25 Prozent verzinst.

 

Nehmen die Kunden das Darlehen in Anspruch, erhalten sie dies zu den bei Vertragsabschluss festgelegten Konditionen. Derzeit liegt der Sollzins bei Bausparverträgen bei etwa 1,35 bis 2,35 Prozent. Selbst wenn die Marktzinsen zwischenzeitlich gestiegen sein sollten, erhält der Kunde die vereinbarten Konditionen für sein Bauspardarlehen. Er kann somit über sein Kapital verfügen und gleichzeitig einen günstigen Kredit für das zukünftige Eigenheim oder Umbau-/Modernisierungsvorhaben nutzen

Der Bausparvertrag lohnt sich somit trotz Niedrigzins und Abschlussgebühr, wenn die Sparer in einigen Jahren ein Eigenheim erwerben möchten. Denn sollte der marktübliche Bauzins bis dahin steigen, haben sie sich mit ihrem Bausparer die derzeit günstigen Konditionen gesichert und gleichzeitig Eigenkapital angespart.

Zusammenfassung: Bausparen lohnt sich, wenn die Sparer vorhaben, ein Bauspardarlehen mit niedrigen Zinsen für ihren Hauskauf zu nutzen. Es lohnt sich jedoch nicht als reines Sparmodell, da die Verzinsung zu gering und die Gebühr zu hoch ist.

Kann man die Baufinanzierung auszahlen lassen?

Ein weiterer Pluspunkt des Bausparens ist, dass es eine breite Auswahl an staatlichen Förderungen gibt. So können Riesterberechtigte anstelle einer Riester-Rente die sogenannte Wohn-Riester-Förderung nutzen. Dabei fließen ihre staatlichen Zulagen direkt in den Bausparvertrag. Auch Arbeitnehmer können für ihre Angestellten einen Bausparer abschließen und sie beim Aufbau des Eigenkapitals unterstützen. Eine weitere Fördermöglichkeit ist die Wohnungsbauprämie: Ein Zuschuss über zehn Prozent der in den Bausparvertrag einbezahlten Beiträge, der nicht zurückbezahlt werden muss.

 

Mit diesen Zuschüssen und Förderungen möchte der Staat die Schaffung von Wohnraum vorantreiben, indem er zukünftige Immobilienbesitzer beim Sparen unterstützt.

Ist ein Bausparvertrag nach dem Hauskauf für Instandhaltungsmaßnahmen sinnvoll?

Eigenheimbesitzer müssen stets mit unvorhergesehenen Ausgaben rechnen. So können Schäden am Dach auftreten oder die Heizungsanlage ausfallen. Für diese Fälle ist es ratsam, einen Notgroschen auf der Seite zu haben. Ein Bausparvertrag kann sinnvoll sein, wenn sich abzeichnet, dass solche Maßnahmen in der Zukunft notwendig sind. Oder dann, wenn nach dem Hauskauf zu einem späteren Zeitpunkt Modernisierungsmaßnahmen geplant sind. Denn Bausparer haben die Möglichkeit, unbürokratisch auch kleinere Darlehensbeträge zu erhalten. Summen von 10.000 bis 50.000 Euro sind bei Banken häufig mit einem hohen Verwaltungsaufwand verbunden. Hinzu kommen meist Kosten für Grundbucheintrag und Notar. Außerdem verlangen viele Anbieter teure Zinssätze bei vergleichsweise kleinen Kreditbeträgen.

 

Ein Bausparvertrag ermöglicht es, geringe Darlehenssummen kostengünstig zu finanzieren. Oder alternativ das angesparte Kapital nach Erreichen des Mindestguthabens und der Mindestlaufzeit für die Renovierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen zu nutzen.

Fazit: Der Bausparvertrag für die Hausfinanzierung ist sinnvoll – wenn das Darlehen genutzt wird

Ein Bausparvertrag für die Hausfinanzierung ist immer dann sinnvoll, wenn die Sparer das Darlehen nutzen. Wenn sie ihren Vertrag mit dem Vorhaben abschließen, später ein Eigenheim zu erwerben und sich heute die günstigen Konditionen zu sichern, um potenziell steigenden Zinsen entgegenzuwirken. Als reines Sparkonstrukt ist der Bausparvertrag jedoch weniger geeignet. Dagegen spricht die geringe Verzinsung des Kapitals und die hohe Abschlussgebühr.

 

Als Baufinanzierungsexperten sind wir Ihnen gerne dabei behilflich, Ihren Traum vom Eigenheim zu realisieren. Unabhängig davon, ob Ihr Bauvorhaben bereits feststeht und sie eine günstige Baufinanzierung benötigen. Oder ein Immobilienerwerb erst in der Zukunft geplant ist und Sie mit einem Bausparvertrag vorsorgen möchten. Vereinbaren Sie gerne einen Termin mit uns und lassen Sie sich umfangreich beraten.

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