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Kann man die Baufinanzierung auszahlen lassen?

susanne-knofe

Susanne Knofe

|

Expertin für Baufinanzierung

|

Stand: 18.01.22

Das Wichtigste zur Auszahlung der Baufinanzierung im Überblick

  • Wie die Auszahlung der Baufinanzierung erfolgt, hängt davon ab, ob eine fertiggestellte Immobilie erworben oder neu gebaut wird.

  • Bei einem Neubau über einen Bauträger zahlt die Bank einzelne Teilbeträge abhängig vom Baufortschritt aus.

  • Wird der Neubau in Eigenregie errichtet, zahlen die Banken den Kreditnehmern „Pufferbeträge“ auf ihr Girokonto, womit sie Baumaterial kaufen und Handwerker beauftragen können.

  • Eine vollständige Auszahlung der Baufinanzierung ist nicht möglich, da es sich um ein zweckgebundenes Darlehen handelt.

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Die Auszahlung der Baufinanzierung erfolgt auf verschiedene Arten. Bei einer Immobilienfinanzierung, wenn ein bereits erbautes Haus erworben wird, bezahlt die Bank die volle Kreditsumme (=Kaufpreis), sobald die Grundschuld eingetragen und der Kaufvertrag unterschrieben ist. Bei einem Neubau hingegen erfolgt die Auszahlung abhängig vom jeweiligen Baufortschritt.

Wie erfolgt die Auszahlung der Baufinanzierung?

Auszahlung bei einem fertigen Haus

Auszahlung beim Neubau

Die Bank überweist den vollen Kreditbetrag, wenn die Grundschuld eingetragen und der Kaufvertrag unterzeichnet wurde. Die Auszahlung erfolgt auf das Konto des Verkäufers.

Die Auszahlung erfolgt nach der Makler- und Bauträgerverordnung in Teilbeträgen abhängig vom Baufortschritt, wenn eine Baufirma beauftragt wurde. Bei Bauarbeiten in Eigenregie überweist die Bank immer einen Teilbetrag auf das Girokonto des Kreditnehmers.

Wie eine Baufinanzierung ausgezahlt wird, ist somit davon abhängig, ob das Haus gekauft oder gebaut wird. Wird die Immobilie von einem Bauträger errichtet, erfolgt die Auszahlung generell nach Abschluss eines sogenannten „Meilensteins“. Diese definieren einzelne Baufortschritte wie die Errichtung der Bodenplatte, des Daches oder Rohinstallationen von Elektro- und Sanitäranlagen. Bei Abschluss eines Meilensteins reichen die Bauherren die Rechnung bei der Bank ein und diese überweist das Geld auf das Konto des Bauträgers oder der Handwerker. 

 

Wird die Immobilie hingegen in Eigenregie errichtet, kann die Bank stets einen bestimmten „Pufferbetrag“ auf das Girokonto des Kreditnehmers überweisen. Diesen kann er nutzen, um Baumaterialien zu kaufen und Handwerker zu beauftragen. In regelmäßigen Abständen werden dann Rechnungen bei der Bank eingereicht, die erneut einen Teilbetrag auszahlt.

Kann man die Baufinanzierung auszahlen lassen?

Generell ist es nicht möglich, die gesamte Baufinanzierung auszahlen zu lassen. Lediglich beim Kauf einer fertiggestellten Immobilie überweist die Bank den vollen Betrag. Beim Neubau hingegen erfolgt die Auszahlung stets in einzelnen Schritten.

 

Die Baufinanzierung ist ein zweckgebundenes Darlehen. Kreditnehmer erhalten sehr günstige Konditionen, weil sie der Bank einen Gegenwert zur Verfügung stellen: die Immobilie. Das Geld darf daher auch nur dafür verwendet werden – um das Haus zu errichten.

Überweist die Bank ihrem Kunden 200.000 Euro auf einen Schlag, kann sie nicht sicherstellen, dass dieser das gesamte Geld nur für den Bau seines Hauses nutzt. Er könnte davon auch ein neues Auto kaufen oder in den Urlaub fahren. Um dieses Risiko zu umgehen, überweist sie ihren Kreditnehmern immer nur Teilbeträge. Sobald dieser durch Rechnungen nachweisen kann, dass er das Geld für seine Immobilie aufgewendet hat, überweist sie den nächsten Teilbetrag. Solange bis das gesamte Darlehen ausgeschöpft ist.

 

Kreditnehmer, die ihre Immobilie in Eigenregie bauen oder renovieren, können sich auch ohne vorliegende Rechnungen Teile ihrer Baufinanzierung auszahlen lassen. Meist sehen die Banken einen Mindest- und Maximalbetrag vor. Beispielsweise mindestens 30.000 Euro und maximal 100.000 Euro. Den Nachweis über die Verwendung erbringen sie dann in regelmäßigen Abständen. Dennoch ist es nicht möglich, die gesamte Summe auf einen Schlag zu beziehen.

Die Auszahlung des Restbetrages

Anders verhält es sich, wenn der Bau abgeschlossen ist. Im Voraus lässt sich kaum mit Sicherheit sagen, was der Neubau einer Immobilie genau kostet. Daher kommt es vor, dass am Ende der Bauphase noch Kapital bei der Bank zur Verfügung steht. Üblicherweise überweist der Kreditgeber das Geld dann auf das Girokonto seines Kunden. In diesem Fall darf er es auch ohne die Zustimmung der Bank für andere Dinge aufwenden und beispielsweise Einrichtungsgegenstände wie neue Möbel davon kaufen.

 

Alternativ besteht die Möglichkeit, die übrige Darlehenssumme zurückzugeben. Manche Banken räumen diese Möglichkeit ein, ohne dafür eine Vorfälligkeitsentschädigung zu verlangen. Häufiger jedoch wird das restliche Kapital über die Sondertilgung beglichen. Es ist ratsam, diese Option bereits bei Vertragsabschluss mit dem Kreditgeber zu besprechen.

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